Zu den Aussagen des bayerischen Ministerpräsidenten, man könne die steigenden Kosten im Gesundheitssystem durch ein Ende der telefonischen Krankschreibung oder den Kampf gegen das “Blaumachen” in den Griff bekommen, ein Statement von Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied:
"Wer wie Herr Söder als Märchenerzähler erklärt, man müsse nur das ‘Blaumachen’ der anderen reduzieren, bewegt sich faktenfrei im Land der Sagen und Märchen, in dem Landespolitiker nicht arbeiten müssen.
Wer steigende Kosten im Gesundheitswesen in den Griff bekommen will, muss dafür sorgen, dass auch das reiche Bayern endlich in die eigenen Krankenhäuser investiert und nicht Milliarden aus den Krankenkassenbudgets verwurstet. Oder er könnte mit seinen Kolleg*innen in Bund und Ländern die Ärmel hochkrempeln, um die starren Grenzen zwischen stationärer und ambulanter Versorgung abzuschaffen, das spart nämlich wirklich Geld.
Wer aber wie Söder statt der notwendigen Abstimmung mit organisierten Fachärzt*innen lieber kranke Beschäftigte diffamiert, drückt sich selbst nur um die Arbeit – und macht selbst blau."