Zur heute veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung, nach der nur jede 7. Kita über genügend Personal verfügt, ein Statement von Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende:
"Die aktuellen Ergebnisse verdeutlichen die dramatische Personalsituation in deutschen Kindertagesstätten. Zusätzliche Fördermittel für Qualitätsverbesserungen verpuffen weitgehend wirkungslos, solange sie vorrangig dazu dienen, akute Personallücken zu schließen, statt echte pädagogische Entwicklung zu ermöglichen.
Eine nachhaltige Verbesserung erfordert zunächst eine solide personelle Grundausstattung durch Bund und Länder. Dafür muss der Bund die Länder über das Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz dauerhaft unterstützen. Nur auf dieser Basis können zusätzliche Ressourcen ihr volles Potenzial entfalten und tatsächlich der Förderung zugutekommen.
Die prekäre Personalsituation hat dabei weitreichende Konsequenzen: Sie beeinträchtigt nicht nur die pädagogische Qualität, sondern gefährdet auch die Gesundheit der Fachkräfte durch Überlastung, führt zu höheren Krankenständen und verschärft den Fachkräftemangel zusätzlich. Zudem leiden gerade sozial benachteiligte Kinder, die besonders auf qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung angewiesen sind, unter den strukturellen Defiziten."