Steigende Preise für Energie und Lebensmittel, Gewinnexplosion bei Mineralölkonzernen, völkerrechtswidrige Kriege und Zerstörungen, irrwitzige Zölle und Sanktionen, die Welthandel und Versorgung bedrohen – eine Welt aus den Fugen.
All das trifft uns hart, weil all die Krisen und Umbrüche, durch hausgemachte Probleme verschärft werden.
Angefangen beim jahrzehntelangen Kaputtsparen von öffentlicher Infrastruktur und Daseinsvorsorge, über das Fehlen einer eigenen industriepolitischen Strategie für Deutschland. Wichtig wären Verlässlichkeit und eine Politik, die das Gefühl von Stabilität und Sicherheit gibt. Leider passiert genau das Gegenteil: Im Arbeitgeberlager melden sich immer lauter Marktradikale zu Wort. Und die Politik legt Vorschläge auf den Tisch, die den Beschäftigten Sorgen machen.
Die DGB Gewerkschaften in Köln nehmen das nicht hin. Witich Roßmann, Vorsitzender des DGB-Köln erklärt: „Der 1. Mai wird den Protest für eine andere, bessere Welt formulieren, für ein bezahlbares Leben. Wir werden den Irrsinn nicht akzeptieren, dass die Unsicherheit in der Welt ausgerechnet mit Einschnitten und Eingriffen in unsere sozialen Sicherheitssysteme, in unseren Sozialstaat beantwortet wird. Wir formulieren am 1. Mai unsere Visionen für eine humane, friedliche Welt und kämpfen auch danach weiter für bezahlbares Wohnen und bezahlbare Mobilität. Wir sagen deutlich: Nicht in die Taschen der hart arbeitenden Menschen greifen, sondern die Vermögenden und superreichen Erben zur Kasse bitten. Tax the Rich wird es auch an diesem 1. Mai 2026 auf dem Heumarkt heißen.“
Judith Gövert, Geschäftsführerin ergänzt: „Sanierung von maroden Berufskollegs, Bau von Azubi- und Studi-Wohnheimen, ausreichend Kita-Plätze für junge Familien mit qualifizierten Erziehenden steht oben auf unserer Tagesordnung. Ebenso wie höhere Löhne, sichere Arbeitsplätze, ein effektives Gesundheitswesen für alle.“ Und mit Blick auf die Sozialstaatsdebatte sagt sie: „Eines ist klar: Die Beschäftigten sind nicht das Problem, sie sind die Lösung. Sie halten den Laden am Laufen und sichern den Wohlstand des Landes. Gute Arbeit und sichere Arbeitsplätze müssen Vorrang haben vor kurzfristigen Renditeinteressen und Profitmaximierung. Das werden wir auch auf der Maibühne deutlich machen!“
Der DGB Köln freut sich, dass Christine Behle, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft ver.di für die Kölner DGB-Kundgebung gewonnen werden konnte. Außerdem wird Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester zu Gast auf der Maibühne sein.
Die DGB Jugend wird mit einem Sketch zur Situation und den Sorgen junger Beschäftigter mitwirken. Wie jedes Jahr werden die Kölner Gewerkschaften am Programm beteiligt sein.
Außerdem treten Wilfried Schmickler, die Band „Phine Knipp“ und ein Seifenblasenkünstler auf der Maibühne auf. Auf dem Heumarkt wird es auch ein Angebot für Kinder geben. Moderieren wird die Veranstaltung Irene Schwarz, Schauspielerin und Regisseurin am Kölner NN-Theater und bekannt als Lisbeth „Lissy“ Krause aus der Fernsehserie Hausmeister Krause.