Der 1. Mai 2026 in Bonn war kämpferisch – Die Beschäftigten sind nicht das Problem, sie sind die Lösung!

Datum

Ordnungsnummer 14

Der 1. Mai in Bonn wird vom Deutschen Gewerkschaftsbund als voller Erfolg und starkes Zeichen an Politik und Arbeitgeber gewertet. Mit 500 Teilnehmer*innen startete die Demonstration am DGB-Haus. Auf dem Marktplatz nahmen 800 Teilnehmer*innen an der Kundgebung teil. 

Rainer Bohnet, stellvertretender Vorsitzender des DGB Bonn/Rhein-Sieg forderte in seiner Rede Guido Déus direkt auf: „Lieber Guido Déus, schonen Sie den Sozialetat der Stadt Bonn. Dort darf in keinem Fall gekürzt werden! Der ist für den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft und für das Gemeinwohl äußerst wichtig.“

In der Mai-Rede betonten Mathis Kock und Lea Klingberg aus der ver.di Betriebsgruppe der Universität Bonn: „Die Notwendigkeit, sich zu vernetzen, gemeinsam zu kämpfen, ist heute dringender denn je. Denn die Errungenschaften der Arbeiter*innenbewegungen werden immer weiter in Frage gestellt, mal soll der Achtstundentag abgeschafft werden, dann soll der Kündigungsschutz durch mehr Befristung unterlaufen werden. Auch die Lohnfortzahlung steht für den ersten Tag des Krankheitsfalls mittlerweile zur Debatte.“

Till Rohloff, Betriebsrat UKB Catering berichtete über seine Erfahrungen nach der versuchten Kündigung seines Arbeitgebers - trotz seiner Tätigkeit als Betriebsrat: „Als Beschäftigte der Krankenhausservicegesellschaft lassen wir uns nicht entmutigen weiterhin für gute Arbeitsbedingungen und eine funktionierende Mitbestimmung einzugestehen.“

Die ver.di Jugend brachte mit einer kämpferischen Rede die Sorgen der jungen Beschäftigten auf die Bühne und erntete viel Applaus für Forderungen nach guten Arbeitsbedingungen, mehr Angebote für junge Menschen und stellte sich entschlossen gegen die fortschreitende Aufrüstung.  

Oberbürgermeister Guido Déus war zu Gast und sprach mit einem Grußwort zu den Bonner*innen. 

Abgerundet wurde das Programm durch politisches Kabarett von Nessi Tausendschön feat. William Mackenzie und einem fulminanten Auftritt der Band „BrassGazz“, bei dem der Platz sich zu einem ausgelassenen Fest wandelte. Neben dem kulturellen Programm durfte es an leckeren Reibekuchen und kühlen Getränken nicht fehlen. Die Informationsstände von Gewerkschaften, Parteien und Verbänden mit einem breiten Mit-Mach-Angebot erfreuten sich großer Beliebtheit bei Teilnehmer*innen und Passant*innen.

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