DGB erinnert an Zerschlagung der freien Gewerkschaften am 2. Mai 1933

Datum

Ordnungsnummer PM 08

Gemeinsam mit Josef Hinkel, Bürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Adis Selimi, Vorsitzender der SPD Düsseldorf und Marion Warden, Vorsitzende des Vorstandes der AWO Kreisverband Düsseldorf e.V. wurde den Opfern bei einer Kranzniederlegung am ehemaligen Volkshaus in der Flingerstraße 11 gedacht. 

Für die Nationalsozialisten waren Gewerkschafter*innen, SPD- und AWO-Mitglieder keine getrennten Gruppen, sondern ein gemeinsamer Gegner. Das 1907-1909 erbaute Volkshaus war der Mittelpunkt der Düsseldorfer Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung. Am 2. Mai 1933 wurde es zum Angriffsziel des Sturms auf die Gewerkschaftshäuser. Hohn, Misshandlung, Inhaftierung waren die Folgen für einen großen Teil der Anwesenden.  

Im Anschluss wurde im Beatrice-Strauss-Zentrum von den Redner*innen gemahnt, dass gerade in Zeiten, in denen wieder antisemitisches, rassistisches und undemokratisches Gedankengut gesellschaftlich salonfähiger wird, es umso wichtiger ist, klare Haltung zu zeigen.  

Die DGB-Jugend und die Jusos Düsseldorf trugen im Anschluss Biografien von Hans Böckler, Karl Arnold, Lore Agnes, Paul Gerlach und Lotte Wicke vor – Menschen, die für ihre Überzeugungen eintraten und teils einen hohen Preis zahlten. 

„Wir wollen mit diesem Gedenken den Opfern unsere Dankbarkeit für ihren Mut und ihre Risikobereitschaft zeigen und für ihren Widerstand danken. Nur wo es freie Gewerkschaften und freie Arbeitnehmervertretungen gibt, bleiben Demokratie, Freiheit und soziale Teilhabe keine leeren Versprechen. Sie treten ein für Mitbestimmung, soziale Gerechtigkeit, Frieden, Respekt und Toleranz gegenüber anderen,“ so Sigrid Wolf, DGB-Vorsitzende Düsseldorf. 

Fotos: Barbara Schmitz. 

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