Tag der Arbeit 2026 in Leverkusen: DGB fordert klimafreundliche und sozialgerechte Transformation statt fossiler Abhängigkeit – kein Sozialabbau

Datum

Ordnungsnummer 12

Steigende Preise für Energie und Lebensmittel, Gewinnexplosion bei Mineralölkonzernen, völkerrechtswidrige Kriege und Zerstörungen, irrwitzige Zölle und Sanktionen, die Welthandel und Versorgung bedrohen – eine Welt aus den Fugen.
All das trifft uns hart, weil all die Krisen und Umbrüche, durch hausgemachte Probleme verschärft werden. Angefangen beim jahrzehntelangen Kaputtsparen von öffentlicher Infrastruktur und Daseinsvorsorge, über das Fehlen einer eigenen industriepolitischen Strategie für Deutschland. Wichtig wären Verlässlichkeit und eine Politik, die das Gefühl von Stabilität und Sicherheit gibt. Leider passiert genau das Gegenteil: Im Arbeitgeberlager melden sich immer lauter Marktradikale zu Wort. Und die Politik legt Vorschläge auf den Tisch, die den Beschäftigten Sorgen machen.

Jens Scheumer, Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes Leverkusen fordert endlich eine nachvollziehbare industriepolitische Strategie und ein beherztes Anpacken der großen Herausforderungen: Den klimafreundlichen Umbau unserer Wirtschaft, die Sicherung guter Industriearbeitsplätze, die Energieversorgung und die wirtschaftliche Transformation. Scheumer erklärt: „Wir brauchen konsequente Investitionen in eine klimafreundliche Industrie, um die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren. Die hohen Energiepreise setzen die Betriebe unter Druck – und damit auch die Beschäftigten. Gleichzeitig gefährdet die wirtschaftliche Lage die Kaufkraft in Leverkusen und belastet die kommunalen Finanzen zusätzlich. Dabei steht die Stadt Leverkusen finanziell eh schon mit dem Rücken zur Wand. Eine verlässliche Ausstattung der Kommunen ist wichtiger denn je,“ und ergänzt mit Blick auf den Bund: „Und wer bestellt, der muss auch bezahlen! Es kann nicht sein, dass Leverkusen mit der Finanzierung der Aufgaben, die aus Berlin kommen allein gelassen wird.“

Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite!“ fordert der DGB den Erhalt des Arbeitszeitgesetzes, eine bessere Anerkennung von Care-Arbeit sowie eine klare Absage an Kürzungen im Sozialstaat. Damian Warias, Gewerkschaftssekretär der DGB-Region Köln-Bonn, betont: „Die Beschäftigten sind nicht das Problem, sondern die Lösung. Sie halten die Wirtschaft am Laufen und sichern den Wohlstand. Gute Arbeit und sichere Arbeitsplätze müssen Vorrang haben vor kurzfristiger Profitmaximierung. Das werden wir auch am 1. Mai deutlich machen.“

Der DGB Leverkusen lädt alle Bürgerinnen und Bürger zum 1. Mai ein an die Y-Brücke, um nach einer Begrüßung durch Jens Scheumer anschließend gemeinsam zur Demonstration und Maikundgebung nach Köln zu fahren. 


Ablauf am 1. Mai 2026:
10:15 Uhr: Treffen an der Y-Brücke (gegenüber Forum/VHS Leverkusen), 
Begrüßung durch Jens Scheumer und gemeinsames Foto mit dem 1. Mai-Banner
11:00 Uhr: Gemeinsame Abfahrt mit der S-Bahn nach Köln

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