Tag der Arbeit in Bochum: Erst unsere Jobs, dann eure Profite – jetzt kämpfen statt schweigen

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Pressemitteilung


Tag der Arbeit in Bochum: Erst unsere Jobs, dann eure Profite – jetzt kämpfen
statt schweigen!
Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bochum (DGB) macht anlässlich des 1. Mai deutlich,
was er jeden Tag im Arbeitsalltag und in der Politik einfordert: Gleichstellung, Gute Arbeit,
Schutz des Acht-Stunden-Tags und ein Sozialstaat, der Menschen trägt, statt sie abzuwerten.
Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite!“ gehen Gewerkschaften
gemeinsam mit über 20 Organisationen kämpferisch, solidarisch und entschlossen auf die
Straße – gegen Sozialabbau, Ungleichheit und Angriffe auf Rechte der Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer.
„Gleichstellung, gute Arbeit und ein starker Sozialstaat sind keine Verhandlungsmasse“,
erklären Claudia Bonan und Marc Schneider vom DGB Bochum. „Frauen
sind im Durchschnitt besser qualifiziert und dennoch benachteiligt – das ist
politisch gemacht und muss sich ändern. Ein Sozialstaat, der Menschen
schützt, statt sie zu bestrafen, ist die Voraussetzung dafür, dass alle Menschen
ein selbstbestimmtes und sicheres Leben führen können.“
Arbeitsplätze geraten zunehmend unter Druck, Standorte werden verlagert und soziale Sicherheit
infrage gestellt. Gleichzeitig sollen Beschäftigte länger arbeiten, mehr leisten und
mit weniger auskommen. „Das machen wir nicht mit“, stellt Marc Schneider klar. „Die
wirtschaftliche Lage ist angespannt, viele Kolleginnen und Kollegen haben
Angst um ihre Zukunft und die ihrer Familien. Doch klar ist auch: Nicht die Beschäftigten
sind verantwortlich für Krisen oder Fehlentscheidungen, sondern
sie halten mit ihrer Arbeit täglich die Gesellschaft am Laufen. Deshalb müssen
Arbeitgeber*innen endlich Verantwortung übernehmen, in die Zukunft investieren,
Arbeitsplätze sichern und sich zum Standort bekennen. Unsere Arbeit
schafft den Wohlstand – also müssen unsere Jobs an erster Stelle stehen!“
Scharf kritisiert der DGB auch die Angriffe auf den Acht-Stunden-Tag. Unter dem Schlagwort
„Flexibilisierung“ drohen längere Arbeitstage, mehr Druck und weniger Planbarkeit.
„Der Acht-Stunden-Tag ist eine zentrale Errungenschaft der Arbeiter*innenbewegung.
Er schützt Gesundheit, Familienleben und Freizeit – und ist nicht verhandelbar“,
so Claudia Bonan.

Auch der Sozialstaat steht im Fokus der Kritik. Kürzungen bei Rente, Pflege und Gesundheitsversorgung
sind ein Angriff auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Der Sozialstaat
ist kein Kostenfaktor, sondern Grundlage für Stabilität und Solidarität“,
betont der Bonan. „Wir fordern eine starke gesetzliche Rente, eine gerechte Finanzierung
der sozialen Sicherungssysteme und eine Gesundheitsversorgung
für alle – unabhängig vom Geldbeutel.
Zugleich weist der DGB auf die steigenden Lebenshaltungskosten hin. Besonders bei Wohnen,
Energie und Lebensmitteln geraten immer mehr Menschen trotz Arbeit unter Druck.
„Der Markt regelt es eben nicht. Wir brauchen eine Politik, die eingreift und
für spürbare Entlastung sorgt. Gute Arbeit muss ein gutes Leben ermöglichen“,
sind sich Bonan und Schneider einig.
Der 1. Mai ist für den DGB ein Tag des Zusammenhalts, der Solidarität, des Widerstands
und des Einsatzes für den Frieden. Wir stehen gemeinsam für unsere Rechte, für unsere
Würde und für eine gerechte Gesellschaft. „Kommt mit uns auf die Straße – für sichere
Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und eine
starke Demokratie.“


Treffpunkt ist um 10:30 Uhr am Bergbaumuseum in Bochum.

 Um 11:00 Uhr beginnen dort zeitgleich die Demonstration sowie der Fahrradkorso von der Springorumallee zum Rathausplatz. 

 Ab 11:30 Uhr findet dort die zentrale Kundgebung statt. Im Anschluss lädt
 ein Familienfest zum Austausch und gemeinsamen Feiern ein.

 

 

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