Nach monatelangen Verhandlungen und einem mehrtägigen Endspurt in der Osterwoche haben sich ver.di und Lufthansa City Airlines auf eine Ersttarifierung für das fliegende Personal geeinigt. Die 2023 gegründete Fluggesellschaft beschäftigt rund 500 Cockpit- und Kabinenmitarbeiter an den Standorten München und Frankfurt am Main.
Deutliche Gehaltssteigerungen in 3 Schritten
Die Grundgehälter für Kapitäne, Co-Piloten und Flugbegleiter werden in 3 Schritten erhöht. Insgesamt steigen die Gehälter um 20 bis 35 Prozent. Zusätzliche Einkommenszuwächse ergeben sich durch weitere Stufensteigerungen, die Ausweitung steuerfreier Zulagen, höhere Sonderzulagen und die Einführung einer Ergebnisbeteiligung. In 2027 erhalten die Beschäftigten zudem eine Sonderzahlung in Höhe eines halben Gehaltes.
Bessere Arbeitsbedingungen und mehr Freizeit
Neben den Gehaltssteigerungen erhalten die Beschäftigten einen zusätzlichen freien Tag pro Monat sowie 2 weitere Urlaubstage im Jahr. Die Dienstplangestaltung wird verbessert durch weniger Eingriffe des Unternehmens, bessere Planbarkeit von Urlaub und Freizeitwünschen sowie mehr Teilzeitmöglichkeiten. Zudem wurden Krankengeldzuschüsse und weitere entlastende Regelungen vereinbart.
Altersvorsorge und Mitbestimmung
Der Tarifabschluss umfasst eine betriebliche Altersvorsorge mit arbeitgeberseitiger Bezuschussung von 5 Prozent des individuellen Gehaltes. Ein Tarifvertrag zur Personalvertretung regelt künftig die betriebliche Mitbestimmung bei Lufthansa City Airlines.
Schlichtung und Mitgliedervorteile
Beide Seiten einigten sich auf eine Schlichtungsvereinbarung für künftige Konflikte. ver.di Mitglieder profitieren exklusiv von verlängerten Kündigungsfristen, Absicherung in Krisenzeiten und höheren Einkommen. Die Tarifverträge haben eine Laufzeit bis Ende März 2029.
Hintergrund
Lufthansa City Airlines ist die jüngste Fluggesellschaft der Lufthansa Group und übernimmt federführend den europäischen Zubringerverkehr der Lufthansa Airlines an den Standorten München und Frankfurt am Main.