ver.di ruft für Mittwoch 13. Mai alle Tarifbeschäftigten am Sana Krankenhaus Templin zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Es ist der erste Streik in der Geschichte des Krankenhauses. Damit erhöhen die Beschäftigten den Druck vor der kommenden dritten Runde der Tarifverhandlungen am 21. Mai.
Lohnlücke im Sana-Konzern abschaffen
Bei den Verhandlungen geht es um die Erhöhung der Entgelte auf das Niveau im übrigen Sana-Konzern. Zum Vergleich: In den Sana-Krankenhäusern in Sommerfeld und Berlin-Lichtenberg sind die Entgelte 14 Prozentpunkte höher als in Templin.
ver.di fordert Lohngerechtigkeit für die Kolleg*innen in Templin. Werde diese Lohnlücke nicht geschlossen, wachse sie weiter – bis Februar 2028 auf 17,5 Prozentpunkte, sagte ver.di-Verhandlungsführer Marco Pavlik. Mobilisierung und Streikbereitschaft im Sana-Krankenhaus seien sehr hoch, so ver.di.
Versorgung gesichert, Neuaufnahme von Patient*innen eingeschränkt
Infolge des Warnstreiks wird es am 13. Mai zu Einschränkungen bei Neuaufnahmen kommen. Die Versorgung der Patient*innen ist trotz des Streiks weiterhin gewährleistet. Krankenhausleitung und Gewerkschaft haben sich auf eine Notdienstvereinbarung geeinigt. Sie sichert die Behandlung von Notfällen und nicht verlegbaren bzw. nicht entlassungsfähigen Patient*innen.