Diese Woche beginnen die regionalen Tarifverhandlungen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Den Auftakt macht am 14. Januar der Tarifbezirk Nordrhein in Düsseldorf. Dort treffen die IGBCE und die Arbeitgeber zur ersten Verhandlungsrunde aufeinander. In den folgenden Tagen folgen die weiteren 8 Tarifbezirke.
Das fordert die IGBCE
Die Gewerkschaft fordert höhere Einkommen für Tarifbeschäftigte und Auszubildende. Außerdem verlangt sie verbindliche Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung. Insgesamt geht es um rund 585.000 Beschäftigte der Branche.
Arbeitgeber wollen Nullrunde – IGBCE sagt Nein
Die Arbeitgeber fordern eine Nullrunde. Die IGBCE lehnt das klar ab. Verhandlungsführer Oliver Heinrich betont: Nach Jahren der Rekordinflation gebe es massiven Nachholbedarf bei den Löhnen. Der Lohn- und Gehaltsanteil am Umsatz liege in der chemischen Industrie bei nur rund 15 Prozent. Heinrich stellt klar: “Mit Lohnverzicht retten wir die Branche nicht.”
Wirtschaftliche Lage ist durchwachsen
Die wirtschaftliche Situation der Branche ist unterschiedlich. In einigen Bereichen ist die Lage angespannt. Andere Betriebe verdienen gut. Vor allem der Pharmabereich wächst weiterhin.
So geht es weiter
Die regionalen Verhandlungen finden zwischen dem 14. und 23. Januar statt. Die Termine im Überblick:
- 14. Januar: Nordrhein (Düsseldorf)
- 15. Januar: Hessen
- 16. Januar: Rheinland-Pfalz
- 19. Januar: Baden-Württemberg
- 20. Januar: Nord und Nordost
- 21. Januar: Westfalen
- 22. Januar: Bayern
- 23. Januar: Saarland
Bringen die regionalen Gespräche keine Einigung, wird auf Bundesebene weiterverhandelt. Die erste Bundestarifverhandlung ist für den 3. und 4. Februar in Hannover geplant. Die zweite folgt am 23. und 24. Februar in Wiesbaden.