Die Tarifverhandlungen auf regionaler Ebene sind gescheitert. Vom 14. Januar bis zum 23. Januar fanden in allen neun Tarifbezirken Gespräche statt – von Nordrhein bis zum Saarland. Keine der regionalen Runden brachte eine Einigung. Alle Bezirke beauftragten daraufhin die Bundesebene mit der Weiterführung der Verhandlungen für Deutschlands drittgrößte Industriebranche.
Große Differenzen zwischen den Positionen
Die Verhandlungsführer berichten von fairen Gesprächen, aber grundlegenden Meinungsverschiedenheiten. Thomas Meiers, Verhandlungsführer in Nordrhein, forderte: “Im Sinne von Standortsicherheit und Zukunftsfähigkeit müssen sich die Arbeitgeber auf uns zu bewegen.” Die Arbeitgeberseite erklärte jedoch, dass es nichts zu verteilen gebe. Auch in Hessen stellte Verhandlungsführerin Sabine Süpke fest: “Der Graben zwischen den Blickwinkeln auf den Verteilungsspielraum ist groß.”
Die Forderungen der IGBCE
Im Mittelpunkt der diesjährigen Tarifrunde stehen 2 zentrale Forderungen: eine Einkommenserhöhung für Tarifbeschäftigte und Auszubildende zur Stärkung der Kaufkraft sowie tarifliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung. Diese folgen dem Leitsatz der Bundestarifkommission: “Jeder Job zählt. Jeder Euro zählt.”
Erste Bundesverhandlung am 3. Februar
IGBCE und Arbeitgeber treffen am 3. Februar in Hannover zur ersten bundesweiten Tarifverhandlung zusammen. Die Gespräche sind für 2 Tage angesetzt.