Arbeitgeber beenden Verhandlungen vorzeitig
Die Arbeitgeber im Gebäudereiniger-Handwerk haben die Tarifverhandlungen über eine Jahressonderzahlung überraschend abgebrochen. Trotz vorheriger Vereinbarung, über diese Sonderzahlung zu verhandeln, zogen sich die Arbeitgeber vor der 2. Verhandlungsrunde einseitig aus den Gesprächen zurück. Die Gewerkschaft kritisiert dieses Vorgehen scharf und betont, sachlich und mit Blick auf die Lebensrealität der Beschäftigten verhandelt zu haben.
Behauptungen der Arbeitgeber werden zurückgewiesen
Die Gewerkschaft widerspricht den Argumenten der Arbeitgeberseite entschieden. Zur Behauptung, die Branche verdiene nichts, stellt sie klar: Die Gebäudereinigung erwirtschaftet rund 28 Milliarden Euro pro Jahr. Bei solchen Zahlen könne nicht ernsthaft behauptet werden, es sei kein Geld vorhanden.
Auch die Aussage, es gebe kein Problem bei der Personalgewinnung, sei falsch. Tatsächlich fehlen überall Reinigungskräfte. Die Arbeitsbelastung steige kontinuierlich, viele Kolleginnen und Kollegen seien am Limit – genau deshalb würden viele den Job verlassen.
Jahressonderzahlung bedeutet Anerkennung und Respekt
Besonders empört zeigt sich die Gewerkschaft über die Behauptung, eine Jahressonderzahlung sei für die Beschäftigten nicht relevant. Diese Aussage wird als arrogant zurückgewiesen. Für die Beschäftigten bedeute die Jahressonderzahlung Anerkennung, Respekt und finanzielle Entlastung – gerade in Zeiten steigender Preise. Wer behaupte, das sei nicht wichtig, habe den Bezug zur Realität verloren.
Auch die Behauptung, die Mitarbeiter würden gutes Geld verdienen und seien mit 15 Euro zufrieden, lässt die Gewerkschaft nicht gelten.
Aufruf zur Solidarität
Die Gewerkschaft fordert die Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Gleichzeitig ruft sie die Beschäftigten zur Solidarität auf: Gemeinsam soll Druck gemacht und gezeigt.