Die GEW hat für Donnerstag, den 29. Januar 2026, einen bundesweiten Streiktag Bildung ausgerufen. Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder.
Arbeitgeber ohne konkretes Angebot
Auch in der 2. Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar in Potsdam haben die Arbeitgeber kein verbindliches Angebot vorgelegt. Mit verstärkten Warnstreiks wollen die Gewerkschaften den Druck auf die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) erhöhen.
“In 5 Städten wollen wir den Arbeitgebern am 29. Januar zeigen, dass wir unsere Forderungen ernst meinen”, sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern.
Zehntausende Teilnehmende erwartet
Die zentralen Veranstaltungen finden in folgenden Städten statt:
- Berlin
- Hamburg
- Köln
- Leipzig
- Mannheim
Die GEW erwartet mehrere zehntausend Teilnehmende.
Weitere Information findet ihr auf der Webseite der GEW.
Die Forderungen der Gewerkschaften
Für die 2,6 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordern die Gewerkschaften:
- 7 Prozent mehr Gehalt – mindestens 300 Euro monatlich
- 200 Euro mehr für Auszubildende und Praktikanten im Monat
- Weiterentwicklung der Lehrkräfte-Entgeltordnung
- Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (TV Stud)
Der Tarifabschluss soll eine Laufzeit von 12 Monaten haben. Die Gewerkschaften erwarten, dass das Tarifergebnis auch auf Beamtinnen und Beamte sowie Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen wird.
Bildungsbeschäftigte im Fokus
Von den 2,6 Millionen Beschäftigten arbeitet etwa die Hälfte im Bildungsbereich – an Schulen, Hochschulen und Landes-Kitas. Darunter sind 245.000 angestellte und 684.000 verbeamtete Lehrkräfte.
“Ihr haltet das Bildungssystem am Laufen, trotz Lehrkräftemangel, trotz Fachkräftemangel, trotz Stress. Ihr seid Profis und Profis brauchen mehr”, betonte Maike Finnern.
Nächste Verhandlungsrunde im Februar
Die 3. Verhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Februar 2026 in Potsdam geplant.