Nach intensiven Verhandlungen und spürbarem Druck aus den Betrieben hat die IG Metall für die Textilindustrie Ost ein tragfähiges Verhandlungsergebnis erzielt. Mit kraftvollen Warnstreiks durchbrachen die Beschäftigten die Blockade in den Verhandlungen.
Einmalzahlung und stufenweise Entgelterhöhungen
Nach 3 Verhandlungsrunden einigten sich IG Metall und Arbeitgeber auf eine Laufzeit von 18 Monaten. Die Beschäftigten erhalten im Juli 2026 eine Einmalzahlung in Höhe von 350 Euro. Ab November 2026 steigen die Entgelte um 2,2 Prozent, eine weitere Erhöhung um 2,3 Prozent folgt im Juni 2027.
Deutliche Verbesserungen für Auszubildende
Auch die Auszubildenden profitieren von dem Abschluss. Ihre Vergütungen erhöhen sich im August 2026 um 80 Euro und im August 2027 um weitere 70 Euro. Damit wird ein klares Signal für die Attraktivität der Ausbildung in der Textilindustrie Ost gesetzt.
Altersteilzeit verlängert
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Verhandlungsergebnisses ist die Verlängerung der tariflichen Altersteilzeit. Sie schafft Planungssicherheit für ältere Beschäftigte und ermöglicht weiterhin verlässliche Übergänge in den Ruhestand.
Nullrunde verhindert
"Gegen massiven Widerstand der Arbeitgeber konnten wir eine Nullrunde bis weit ins nächste Jahr verhindern", so IG Metall-Verhandlungsführerin Eileen Müller. “Dieser Abschluss setzt ein wichtiges Signal für stabile Einkommen, bessere Perspektiven für Auszubildende und soziale Sicherheit bis zum Übergang in die Altersteilzeit. Das Ergebnis stärkt die Beschäftigten und schafft Planungssicherheit für die kommenden Monate.”