Erste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis
Die erste Bundesrunde der Tarifverhandlungen für 585.000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie endete am 4. Februar in Hannover ohne Einigung. Nach 2-tägigen Gesprächen legten die Arbeitgeber kein konkretes Angebot vor. IGBCE-Verhandlungsführer Oliver Heinrich stellte fest: “Von einem Abschluss sind beide Seiten noch weit entfernt.”
Nullrunde ausgeschlossen
Heinrich kritisierte die Haltung der Arbeitgeber: “Die Arbeitgeber sehen kaum Spielraum beim Entgelt.” Die Gewerkschaft macht jedoch klar: “Eine Nullrunde wird es mit uns nicht geben. Die Arbeitgeber müssen sich noch deutlich bewegen.” Aufgrund der hohen Inflation der vergangenen Jahre benötigten die Beschäftigten dringend mehr Geld.
Beschäftigungssicherung im Fokus
Neben höheren Löhnen fordert die IGBCE tarifvertragliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung. Dieses Thema wurde in den Verhandlungen intensiv diskutiert. "Wir haben klar gemacht, dass wir Sicherheit vermitteln wollen und klare, verbindliche Zusagen für die Beschäftigten brauchen", erklärte Heinrich. Sein Appell an die Arbeitgeber: “Sie müssen uns nicht länger erzählen, was alles nicht geht, sondern mit uns gemeinsam erarbeiten, was möglich ist.”
Gemischte Branchenlage
Heinrich betonte, dass am Ende ein Gesamtpaket stehen müsse, das auf die Zukunft der Branche einzahle und allen gerecht werde. Die Lage in der Branche sei sehr unterschiedlich. Während Teile unter Druck stünden, laufe es in vielen Betrieben, etwa im Pharma-Bereich, sehr gut.
Wie geht es weiter?
Am 23. und 24. Februar setzen IGBCE und Arbeitgeber ihre Gespräche in Wiesbaden fort. Der aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Februar aus.