Marten Fleischwarenfabrik in Gütersloh: Beschäftigte im Warnstreik

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Warnstreik unter dem Motto "40 Minuten, null Respekt"

Unter dem Motto "40 Minuten, null Respekt" traten die Beschäftigten der Marten Fleischwarenfabrik in Gütersloh (zur Mühlen Gruppe) in den Warnstreik. Hintergrund war die zweite Entgelttarifverhandlung, die der Arbeitgeber bereits nach rund 40 Minuten beendete. Dessen Forderung: eine Nullrunde sowie Verhandlungen über die Absenkung bestehender Besitzstände. Er begründete dies mit den Mehrkosten durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns, die „gegenfinanziert" werden müssten. Für die NGG war dieses Vorgehen inakzeptabel.

Konzernweites Muster bei zur Mühlen Gruppe

Auch in anderen Betrieben der zur Mühlen Gruppe (zMG) hatte es die Forderung nach Nullrunden gegeben: zum Beispiel bei die frische Thüringer in Suhl, beim Wurstverarbeiter Schulte in Dissen und in der Könecke Fleischwarenfabrik in Delmenhorst. Auch an diesen Standorten wurde beziehungsweise würde noch gestreikt. Die NGG sah in dem Vorgehen der zMG, die wiederum zu Tönnies, einem der größten Hersteller von Fleisch- und Wurstwaren in Deutschland, gehörte, ein konzernweites Muster.

NGG: „Schlag ins Gesicht der Beschäftigten"

Thomas Bernhard, NGG-Referatsleiter Fleisch: "Dieses Gebaren ist ein klarer Tabubruch und kommt einer Kampfansage gleich. Tariflich erkämpfte Entgelte und vereinbarte Entgeltstrukturen werden faktisch geschliffen, um damit die gesetzliche Pflicht zur Mindestlohnzahlung zu finanzieren. Das ist nicht nur tarifpolitisch inakzeptabel, sondern auch ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Der Konzern versucht, die Kosten für Zukäufe und Expansionen der vergangenen Jahre auf die Belegschaft abzuwälzen."

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