NGG bestreikt Deutsche See Fischmanufaktur

Datum

Die Gewerkschaft NGG hat gestern zu Warnstreiks bei der Deutsche See Fischmanufaktur aufgerufen. Nach 3 ergebnislosen Verhandlungsrunden legten die Beschäftigten die Arbeit nieder. Der Streik hat Montagabend begonnen (12. Januar) und dauerte noch bis zum frühen Mittwochmorgen an.

19 Standorte betroffen

Betroffen sind der Hauptsitz in Bremerhaven und viele der bundesweit 19 Standorte. Die Beschäftigten protestierten gegen den Sparkurs der Geschäftsführung.

Das fordert die NGG

Die Gewerkschaft fordert:

  • Einen Anschlusstarifvertrag mit 12 Monaten Laufzeit bis 30. September 2026
  • 12 Prozent mehr Entgelt für alle Entgeltgruppen
  • 300 Euro mehr Ausbildungsvergütung
  • Unbefristete Übernahme der Auszubildenden

Warum diese Forderungen?

Die Forderungen begründet die NGG vor allem mit der Mindestlohnerhöhung ab 1. Januar 2026. Die Entgeltabstände müssen gewahrt bleiben.

Verhandlungsführer kritisiert Arbeitgeber

NGG-Verhandlungsführer Björn Bauer kritisiert die Haltung des Arbeitgebers scharf. “Wer trotz steigender Mindestlöhne, hoher Arbeitsbelastung und großer Verantwortung der Beschäftigten jede echte Verbesserung verweigert, provoziert den Konflikt bewusst”, erklärt Bauer. Die Beschäftigten seien nicht bereit, Reallohnverluste und Perspektivlosigkeit weiter hinzunehmen. Deshalb erhöhe die Gewerkschaft jetzt den Druck durch Warnstreiks.

Was bietet der Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber bietet lediglich einen Inflationsausgleich an. Die Laufzeit soll 27 Monate betragen. Für die unteren Entgeltgruppen wird nur eine Angleichung an den Mindestlohn vorgeschlagen. Für Auszubildende sind nur minimale Anpassungen geplant. Eine unbefristete Übernahme lehnt der Arbeitgeber ab.

Auch alternative Lösungen gescheitert

Die Tarifkommission versuchte, über eine alternative Lösung mit einer Jahressonderzuwendung zu verhandeln. Auch dieser Versuch scheiterte.

Keine Verhandlungsbereitschaft

In der 3. Verhandlungsrunde am 28. November 2025 erklärte die Geschäftsführung, es gebe keinen finanziellen Spielraum für Verbesserungen. Weitere Verhandlungsbereitschaft signalisierte das Unternehmen nicht.

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