Die 2. Verhandlungsrunde für die rund 9.000 Beschäftigten der Postbank ist am 18. Mai 2026 in Frankfurt ergebnislos zu Ende gegangen. Die Arbeitgeberseite hatte erstmals ein Angebot vorgelegt, das ver.di jedoch als völlig unzureichend zurückweist.
Angebot bedeutet Reallohnverluste
Das Angebot sieht 3 Nullmonate vor, danach 2,4 Prozent mehr Gehalt ab 1. Juli 2026 und weitere 2,3 Prozent nach einem Jahr. Damit würden die Beschäftigten Reallohneinbußen hinnehmen müssen, während die Deutsche Bank Rekordgewinne einfährt. Ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck erklärt dazu: “Mit Blick auf die Rekordgewinne der Bank ist es völlig unverständlich, dass die Arbeitgeberseite nicht einmal bereit ist, die anhaltend hohe Inflation auszugleichen. Die wirtschaftlichen Spielräume für einen guten Tarifabschluss sind da und müssen genutzt werden.”
Warnstreiks werden ausgeweitet
ver.di kündigt an, die Warnstreiks in den kommenden Wochen deutlich auszuweiten. "Wir wollen keine lange Hängepartie in dieser Tarifrunde, sondern schnelle Entlastungen für die Beschäftigten. Daher werden wir den Druck weiter erhöhen", so Duscheck. Bereits in den vergangenen Wochen hatten zahlreiche Beschäftigte bundesweit die Arbeit niedergelegt.
Ver.di fordert 8 Prozent mehr Gehalt
Die Gewerkschaft fordert Entgeltsteigerungen von 8 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat, sowie 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung. In der ersten Verhandlungsrunde am 15. April 2026 in Düsseldorf hatte die Arbeitgeberseite diese Forderungen abgelehnt und lediglich 2 Prozent mehr Gehalt nach 5 Nullmonaten sowie weitere 2 Prozent im September 2027 angeboten.
Nächste Verhandlungsrunde am 15. Juni
Die Tarifverhandlungen werden am 15. Juni 2026 in Frankfurt fortgesetzt.