Tarifrunde für Kinokonzerne: ver.di fordert 16 Euro Mindeststundenlohn

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Gewerkschaft will Niedriglöhne anheben

Die Gewerkschaft ver.di setzt sich in der aktuellen Tarifrunde für deutlich höhere Löhne in der Kinobranche ein. Kernforderung ist ein Mindeststundenlohn von 16 Euro. Damit sollen rund 2.500 Kinobeschäftigte bei UCI und CineStar existenzsichernde Einkommen erhalten, die spürbar über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen.

CineStar ohne Angebot – UCI bietet zu wenig

Die Verhandlungen verliefen bislang enttäuschend. CineStar präsentierte am 5. Februar 2026 in Hamburg kein eigenes Angebot. Die Geschäftsführung wies die ver.di-Forderungen als überhöht zurück. Der gesetzliche Mindestlohn sei aus Sicht des Konzerns ausreichend.

Auch UCI enttäuschte die Gewerkschaft. Das Unternehmen bot lediglich 14 Cent Lohnerhöhung im ersten Schritt an. Ab Januar 2027 sollen die Beschäftigten dann den gesetzlichen Mindestlohn von 14,60 Euro erhalten. "Das ist kein akzeptables Angebot", kritisiert ver.di-Verhandlungsführer Andreas Köhn.

Erfolgreiches Kinojahr – Beschäftigte gehen leer aus

ver.di begründet die Forderung mit der positiven Geschäftsentwicklung der Branche. 2025 war für die Kinobetreiber ein erfolgreiches Jahr. Auch 2026 verspricht gute Umsätze. Die Konzerne investieren massiv in moderne Technik und Gebäude, um ein erstklassiges Kinoerlebnis zu bieten.

“Während die Unternehmen beim Gebäude und der Ausstattung nicht sparen, wird bei den Personalkosten gekürzt”, bemängelt Köhn. Es gebe keinen sachlichen Grund, die Beschäftigten nicht angemessen an der positiven Entwicklung zu beteiligen.

Orientierung an EU-Mindestlohnrichtlinie

Die Gewerkschaft orientiert sich mit ihrer Forderung an der europäischen Mindestlohnrichtlinie. Diese sieht vor, dass Löhne ein menschenwürdiges Leben ermöglichen sollen.

Weitere Verhandlungen geplant

Die Tarifgespräche werden fortgesetzt. Mit CineStar ist die nächste Runde für den 17. Februar 2026 angesetzt. Mit UCI finden die Verhandlungen am 3. März 2026 statt.

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