Tarifrunde Sana-Kliniken: Kein Lohnangebot, stattdessen Forderung nach mehr Flexibilität

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Die erste Runde der Tarifverhandlungen zum Sana-Konzerntarifvertrag endete gestern Abend in Berlin ohne ein konkretes Lohnangebot. Statt auf die Forderungen der Gewerkschaft ver.di einzugehen, verlangt der Klinikbetreiber von seinen Beschäftigten noch mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten.

Breite Unterstützung für ver.di-Forderungen

Fast 2.000 Beschäftigte haben die Tarifforderungen von ver.di mit ihrer Unterschrift unterstützt. "Dennoch ist der Konzern auf die zentralen Anliegen nicht eingegangen", kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Der Arbeitgeber wolle stattdessen Anreize für flexiblere Arbeitszeiten und Mehrleistung schaffen.

Beschäftigte bereits am Limit

"Das ist absurd. Die Beschäftigten leisten schon genug", so Bühler. Viele müssten in Teilzeit gehen, weil sie den Druck einer Vollzeitstelle und das ständige Einspringen nicht aushalten würden. Die Vorschläge von Sana wiesen in die völlig falsche Richtung.

Das fordert ver.di

Für die rund 8.000 Beschäftigten in den 17 Kliniken unter dem Sana-Konzerntarifvertrag fordert ver.di:

  • Eine Entgelterhöhung um 8,6 Prozent, mindestens 350 Euro monatlich
  • Eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro
  • Verbesserungen bei Bereitschaftsdiensten und Überstundenvergütung
  • Bessere Eingruppierung von Hebammen
  • Höhere Zulagen für Praxisanleitung
  • Erfolgsabhängige Vergütung im Reha-Bereich
  • Funktionszulagen in Endoskopie und Sterilisation

Kaufkraft erhalten, Personal gewinnen

"Diese Verbesserungen sind dringend nötig, um die Kaufkraft der Beschäftigten zu erhalten und für attraktive Arbeitsplätze zu sorgen", erklärte Bühler. Die Beschäftigten hielten die Krankenversorgung unter schwierigen Bedingungen am Laufen und hätten eine angemessene Bezahlung verdient.

Der Gesundheitsschutz und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben müssten verbessert werden. Die Beschäftigten dürften nicht weiter unter Druck gesetzt werden. "Um Personal zu gewinnen und zu halten, braucht es gute Arbeitsbedingungen und eine ordentliche Bezahlung", betonte die Gewerkschafterin.

Nächste Verhandlungsrunde am 5. März

Zur nächsten Verhandlungsrunde am 5. März 2026 erwartet ver.di ein verhandlungsfähiges Angebot vom Klinikbetreiber.

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