Tarifrunde Telekom 2026: Bundesweite Warnstreiks, Kundgebung in Potsdam

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Am 11. und 12. Mai 2026 wird in Potsdamer weiter über den Tarifvertrag der Telekom verhandelt. ver.di fordert 6,6 Prozent mehr Entgelt und einen Mitgliederbonus für rund 60.000 Tarifbeschäftigte. Nach 2 Verhandlungsrunden ohne Arbeitgeber-Angebot wächst der Protest: ver.di erwartet rund 3.000 Beschäftigte zur Kundgebung am Verhandlungsort. Gleichzeitig wird bundesweit gestreikt.

Bisher kein Arbeitgeber-Angebot

Nach zwei Verhandlungsrunden ohne Angebot erhöhen die Beschäftigten den Druck auf die Deutsche Telekom. 

Am 11. Mai streiken Beschäftigte aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Am 12. Mai folgen Niedersachsen, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg. Gleichzeitig protestieren am Montag rund 3.000 Beschäftigte am Verhandlungsort in Potsdam.  

“Im täglichen Geschäft fordern die Arbeitgeber 'radikale Zusammenarbeit' im gesamten Konzern. In Tarifverhandlungen verweigern sie sich allerdings, für alle Konzerneinheiten gemeinsam zu verhandeln”,  sagt  ver.di-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert. Deshalb sei die Streik-Beteiligung aus den T-Shops, der Services Europe und der T-Systems erfreulich, so Röckert. Das ist ein Novum: Erstmals wurden Beschäftigte der Deutschen Telekom Privatkunden-Vertrieb GmbH, der Deutschen Telekom Services Europe SE und der T-Systems International GmbH zu Solidaritätsstreiks aufgerufen — und folgten dem Aufruf.

Hohe Beteiligung an den Streiks

Nach einer ersten Streikwoche mit über 10.000 Beteiligten weitete ver.di den Arbeitskampf am 7. Mai 2026 auf Standorte in zwölf Bundesländern ausgeweitet: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern.

Der Arbeitskampf bei der Deutschen Telekom erreichte damit seine bislang größte Beteiligung. Rund 9000 Beschäftigte waren bei den Warnstreiks dabei — der bisher stärkste Einzelstreiktag in dieser Tarifrunde. Seit dem Start der Warnstreiks am 28. April nahmen insgesamt weit über 10.000 Beschäftigte daran teil.

Das fordert ver.di

ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde Deutsche Telekom für bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte:

  • 6,6 Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten
  • Einen ver.di-Mitgliederbonus von 660 Euro im Jahr
  • Eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Entgelte dual Studierender um monatlich 120 Euro
  • Einen zusätzlichen Mitgliederbonus für Azubis und dual Studierende von 240 Euro im Jahr
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