ver.di und DJV haben die Tarifverhandlungen für rund 800 Beschäftigte der Nachrichtenagentur dpa und ihrer Tochterunternehmen gestartet. Die Gewerkschaften fordern 350 Euro mehr Gehalt pro Monat. Die erste Verhandlungsrunde blieb ohne Angebot der Arbeitgeberseite. Die Gespräche werden Anfang Februar fortgesetzt.
Erste Verhandlungsrunde abgeschlossen
Die Tarifverhandlungen für die Nachrichtenagentur dpa sind am 15. Januar 2026 in die erste Runde gegangen. Betroffen sind rund 800 Beschäftigte der dpa, ihrer Landesbüros und Tochterunternehmen im zentralen Newsroom in Berlin.
Forderung: 350 Euro Gehaltserhöhung
Die Gewerkschaft ver.di verhandelt gemeinsam mit dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV). Beide Gewerkschaften fordern eine einheitliche Gehaltserhöhung von 350 Euro pro Monat als Festbetrag für alle Beschäftigten.
Anerkennung für Qualitätsarbeit gefordert
"Die dpa ist für deutsche Medienunternehmen eine fast unverzichtbare Quelle für Informationen, journalistische Beiträge, Bilder, Audio- und Videobeiträge", betonte ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel. Die Kolleg*innen arbeiteten täglich unter Hochdruck mit absoluter Sorgfalt. Dafür erwarte man eine außergewöhnliche Anerkennung durch überdurchschnittliche Tariferhöhungen.
Erhöhung zwischen fünf und 9,5 Prozent
Nach Berechnungen von ver.di würde die geforderte Erhöhung für die meisten Beschäftigten zwischen 5 und 9,5 Prozent ausmachen. Die dpa-Geschäftsführung legte in der ersten Verhandlungsrunde noch kein eigenes Angebot vor.
Nächste Runde im Februar
Die Tarifverhandlungen werden am 5. Februar 2026 in Berlin fortgesetzt.