In der 4. Verhandlungsrunde hat sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit der Geschäftsführung der Kinokette CineStar in Hamburg auf ein Tarifergebnis geeinigt. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und gilt bis zum 31. Dezember 2027.
Lohnsteigerungen bis zu 11,7 Prozent
Rückwirkend zum 1. März 2026 werden die Einstiegslöhne zunächst von 13,90 auf 14,50 Euro erhöht. In insgesamt 3 Stufen steigen die Löhne der bundesweit etwa 3.000 Kinobeschäftigten um bis zu 11,7 Prozent. Für Mitarbeitende, die bislang lediglich den gesetzlichen Mindestlohn erhalten haben, bedeutet das tarifvertragliche Lohnplus eine spürbare Verbesserung sowie entsprechende Nachzahlungen.
Jahressonderzahlung steigt deutlich
Darüber hinaus wird die Jahressonderzahlung um 20 Prozent erhöht.
Streiks zeigten Wirkung
"Ohne die hohe Streikbereitschaft der Kino-Beschäftigten wäre das Verhandlungsergebnis nicht möglich gewesen. Seit der Berlinale im Februar und bis über die Osterzeit haben an den Kinostandorten Arbeitsniederlegungen den nötigen Druck auf CineStar entfaltet", erklärte ver.di-Verhandlungsführer Andreas Michelbrink. Sowohl ver.di als auch die Arbeitgeber hätten eine hohe Bereitschaft gezeigt, nach den Streiks zu einem Kompromiss zu gelangen.
Versöhnlicher Abschluss
"Ein Dank gilt den Kinobeschäftigten für ihre Kampfbereitschaft und dem Kinopublikum für das aufgebrachte Verständnis, wenn ein Streiktag mal den geplanten Kinobesuch verhindert hat. Die Tarifrunde hat einen versöhnlichen Abschluss gefunden und gewährleistet bei CineStar für 2 Jahre faire Lohnerhöhungen und attraktive Kinojobs", so Michelbrink.
Das Tarifergebnis liegt nun den zuständigen Tarifgremien zur Beratung und endgültigen Beschlussfassung vor.