ver.di lehnt Telekom-Angebot ab
In der 3. Tarifverhandlungsrunde für rund 60.000 Beschäftigte bei der Deutschen Telekom hat ver.di das Arbeitgeberangebot als völlig unzureichend zurückgewiesen. Das in Potsdam vorgelegte Strukturangebot bleibt nach Ansicht der Gewerkschaft weit hinter den Forderungen zurück.
Nur erste Lohnerhöhung konkretisiert
Ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland kritisierte, dass die Arbeitgeber nur eine erste Lohnerhöhung konkretisiert haben. Wie weitere in Aussicht gestellte Erhöhungsschritte aussehen könnten, bleibe völlig unklar. Das Angebot reiche nicht einmal annähernd, um den Reallohn zu sichern. Zur geforderten Mitgliederkomponente fehle ein Angebot komplett.
Warnstreiks zeigen Wirkung
Die Warnstreiks der vergangenen Tage und Wochen haben nach Einschätzung von ver.di Bewegung in die Verhandlungen gebracht. Die Gewerkschaft begrüßt die Bereitschaft der Arbeitgeber, über Magenta Zukunft und die Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen zu sprechen.
Massive Beteiligung an Protesten
Vor Beginn der 3. Verhandlungsrunde demonstrierten am Montag rund 2.500 Beschäftigte in Potsdam. Am Montag und Dienstag beteiligten sich bundesweit mehr als 10.000 weitere Beschäftigte an vollschichtigen Warnstreiks.
Forderungen der Gewerkschaft
ver.di fordert eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zusätzlich soll ein ver.di-Mitgliederbonus von 660 Euro im Jahr eingeführt werden. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 120 Euro steigen. Für diese Gruppe fordert ver.di einen zusätzlichen Mitgliederbonus von 240 Euro im Jahr.
Nächste Verhandlungsrunde Ende Mai
Die 4. Tarifverhandlungsrunde ist für den 26. und 27. Mai 2026 angesetzt. Ver.di fordert die Arbeitgeber auf, dann ein deutlich nachgebessertes und einigungsfähiges Angebot vorzulegen.