Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten von NDR, WDR und BR heute zum gemeinsamen Streik auf. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Tarifgehälter und Honorare um 7 Prozent oder mindestens 300 Euro pro Monat. Für Auszubildende sollen die Bezüge um mindestens 200 Euro monatlich steigen.
Verhandlungen seit Monaten ohne Ergebnis
In den betroffenen Rundfunkanstalten sind die Tarifverträge zu Gehalt und Honoraren bereits Ende Januar 2026 gekündigt worden. Seitdem sind die Verhandlungen ergebnislos geblieben. Die Sender haben bisher lediglich Angebote mit 3-jährigen Laufzeiten und jährlichen Erhöhungen zwischen 0 und 2 Prozent vorgelegt. Diese Angebote liegen weit unter den aktuellen und erwartbaren Inflationsraten. Zudem stellen die Sender diese Angebote noch unter aufschiebende Bedingungen und erheben finanziell sowie rechtlich nachteilige Gegenforderungen.
ver.di kritisiert Verschleppungstaktik
ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz-Dethlefsen kritisierte, dass die Tarifverhandelnden der ARD-Sender auf der Bremse stünden und damit zur Eskalation der Tarifauseinandersetzung beitrügen. Statt zielgerichtet über faire Tariflösungen zu verhandeln, werde taktiert. Termine würden verschleppt, Angebote lägen weit unter dem Machbaren und bremsten den Fortgang der Gespräche aus. Zudem würden noch Gegenforderungen in ungekündigten Tarifverträgen gestellt.
Nächste Verhandlungstermine
Die nächsten Verhandlungstermine sind im NDR am 19. Mai 2026, im BR am 22. Mai 2026 und im WDR am 9. Juni 2026.