Beschäftigte fordern deutliche Lohnerhöhung
Beschäftigte des Getränkelogistikers Preuss Münchhagen in Berlin haben am 17. April 2026 einen 4-stündigen Warnstreik durchgeführt. Hintergrund ist die Unzufriedenheit der Fahrer mit dem bisherigen Angebot des Unternehmens in den laufenden Tarifverhandlungen.
Kritik am Tarifangebot
Die Beschäftigten kritisieren insbesondere, dass das erste Angebot nicht grundlegend nachgebessert wurde. Eine Tariferhöhung von 2,5 Prozent wird als unzureichend bewertet. Zusatzleistungen wie ein Tankgutschein und eine Erholungsbeihilfe werden zwar positiv gesehen, jedoch nicht als Ersatz für dauerhafte Lohnerhöhungen akzeptiert.
Lieferausfälle zu befürchten
Der Ausstand ist ein erster Warnstreik. Trotz geplanter Touren ist davon auszugehen, dass zahlreiche Kunden nicht beliefert werden. Nach eigenen Angaben versorgt Preuss Münchhagen rund 5.000 Kunden in Berlin und Umgebung, darunter Cafés, Clubs sowie die gehobene Hotellerie.
Nächste Verhandlung vor langem Wochenende
Der nächste Verhandlungstermin ist für den 13. Mai angesetzt, einen Tag vor dem langen Wochenende rund um Christi Himmelfahrt und den Herrentag. Um eine ausreichende Versorgung der gastronomischen Einrichtungen sicherzustellen, wird von der Arbeitgeberseite ein ernsthaftes Verhandlungsangebot erwartet.