Am Montagmorgen hat die EVG zu einem 2. Warnstreik bei der Regio Infra Nord-Ost (RIN) aufgerufen. Der Arbeitgeber weigert sich weiterhin, ein verbessertes Angebot vorzulegen. Der Streik hatte Auswirkungen auf den Regionalverkehr der Deutschen Bahn, der ODEG, den Schülerverkehr und den Güterverkehr.
Geschäftsführer blockiert Lösung
RIN-Geschäftsführer Ralf Böhme trägt nach Ansicht der EVG die volle Verantwortung für weitere Streiks. Statt mit einem verbesserten Angebot die Rückkehr an den Verhandlungstisch zu ermöglichen, blockiert er eine Lösung. Besonders beim Fonds soziale Sicherung, einer Kernforderung der Beschäftigten, stellt er sich quer.
Mitarbeiterbefragung ignoriert
Selbst eine von Böhme veranlasste Mitarbeiterbefragung hat ihn nicht zum Umdenken bewegt. Diese ergab eine klare Mehrheit für die Forderung nach dem Fonds soziale Sicherung. Die Beschäftigten sind entschlossen, ihren Kampf für bessere Arbeitsbedingungen fortzusetzen.
Bereits erster Streik mit Auswirkungen
Bereits der erste Warnstreik Mitte Januar führte trotz hektischer Gegenmaßnahmen des Arbeitgebers zu Zugausfällen. Ralf Böhme muss jetzt handeln und mit einem neuen Angebot den Weg für eine Einigung frei machen.
Die Forderungen der EVG
Die EVG fordert für die Beschäftigten der RIN eine Erhöhung der Einkommen um 5 Prozent. Die Ausbildungsvergütung soll um 150 Euro steigen. Zudem sollen Schicht- und Bereitschaftszulagen sowie der Nachtarbeitszeitraum moderat angepasst werden. Außerdem soll der arbeitgeberseitig gekündigte Fonds soziale Sicherung wieder eingesetzt werden. Dieser bündelt verschiedene Sozialleistungen für Gewerkschaftsmitglieder.
Verhandlungen unterbrochen
Nach mehreren Terminen hat die EVG die Verhandlungen unterbrochen. Der Arbeitgeber kommt den Forderungen kaum entgegen. Die Wiedereinsetzung des Fonds wird prinzipiell abgelehnt. Bereits vor Weihnachten hat die EVG die RIN final aufgefordert, durch ein konstruktives Angebot eine Rückkehr an den Verhandlungstisch zu ermöglichen. Geschäftsführer Ralf Böhme ist dem nicht nachgekommen.