366.710 Menschen auf Mai-Veranstaltungen des DGB
Pressemitteilung01. Mai 2026
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Wir gehen gemeinsam auf die Straße! Für Jobsicherheit. Für eine gerechte Arbeitswelt. Für eine Zukunft, die uns allen gehört.
Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ haben sich am 1. Mai in diesem Jahr 366.710 Menschen an insgesamt 413 Veranstaltungen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes beteiligt.
Hier waren die DGB-Vorstandsmitglieder vor Ort:
Yasmin Fahimi, Vorsitzende: Nürnberg, Kornmarkt (zentrale Veranstaltung)
Die Bundesregierung plant, das Arbeitszeitgesetz aufzuweichen. Danach drohen Arbeitstage von bis zu 13 Stunden, wenn der Chef es will. Teile der Politik und die Arbeitgeberlobby wollen uns weismachen, wir arbeiten zu wenig.
Wir sagen: Stopp! Wir arbeiten genug! Mit Macht für die 8!
Der 8-Stunden-Tag ist eine hart erkämpfte Errungenschaft. Wenn er fällt, bestimmt allein der Chef über deine Zeit. Das lassen wir nicht zu – keine Experimente auf dem Rücken der Beschäftigten!
Der Sozialstaat ist das Fundament unserer Demokratie – kein Luxus. Teile der Arbeitgeber behaupten, er sei “nicht mehr finanzierbar”. Das ist falsch. Das Problem liegt nicht bei den Ausgaben, sondern bei der Finanzierung. Während Beschäftigte rund 43 Prozent Steuern und Abgaben zahlen, liegt die Belastung vieler großer Vermögen deutlich darunter.
Wir sind die Debatten um soziale Kürzungen leid. Nichts davon schafft Zukunftssicherheit für Beschäftigte.
Wer ein Leben lang arbeitet, muss auch im Alter sicher leben können. Das Rentenniveau von 48 Prozent muss dauerhaft stabilisiert werden – nicht nur für heute, sondern auch für künftige Generationen. Wer immer nur private Vorsorge predigt, soll erklären, wovon Menschen mit kleinen Einkommen noch sparen sollen.
Wir fordern eine sichere Rente für alle.
Alle Menschen brauchen Zugang zu guter Gesundheitsversorgung, unabhängig von Einkommen oder Wohnort. Wir fordern eine Bürgerversicherung für alle und einen fairen Bundeszuschuss statt Kürzungen.
Gesundheit ist keine Ware. Gesundheitsversorgung darf kein Geschäftsmodell für Investoren sein. Geld muss in bessere Versorgung fließen, nicht in die Taschen von Private-Equity-Firmen.
Schluss mit euren Profiten, her mit unserer Gesundheit!
Deutschland hat viele Stärken: Bestens ausgebildete Fachkräfte, leistungsfähige Industrie, weltbekannte Qualität. Statt alles schlechtzureden, müssen wir jetzt in Zukunftstechnologien investieren: Künstliche Intelligenz, Batterietechnologie, klimaneutrale Produktion.
Wer vom Standort Deutschland profitiert, muss hier investieren und Verantwortung übernehmen. Eigentum verpflichtet. So steht es im Grundgesetz. Wer Gewinne macht und vom Steuerzahler profitiert, muss Verantwortung für Arbeitsplätze übernehmen.
Wenn Unternehmen staatliche Förderung erhalten, müssen sie im Gegenzug investieren, Arbeitsplätze sichern und sich zum Standort bekennen.
Wir fordern eine höhere Besteuerung sehr großer Vermögen und hoher Erbschaften. Während Beschäftigte jeden Monat Steuern zahlen, werden Millionenerbschaften kaum belastet.
Mit einer gerechteren Steuerpolitik können wir massiv in Infrastruktur, Industrie, Bildung und sozialen Zusammenhalt investieren. Wer viel hat, muss mehr zum Gemeinwohl beitragen.
Immer mehr Menschen geben über 40 Prozent ihres Einkommens für Miete aus. Auszubildende zahlen 42 Prozent, Studierende sogar mehr als die Hälfte. Über 5 Millionen Menschen konnten ihre Wohnung zuletzt nicht ausreichend heizen.
Wohnen ist ein Grundbedürfnis und darf nicht zum Spekulationsobjekt werden. Wir brauchen stärkere Mietregulierung und deutlich mehr öffentlichen Wohnungsbau. Bei Energie und Infrastruktur muss der Staat eingreifen, wenn Märkte versagen.
Gute Arbeit braucht ein bezahlbares Leben.
Wir Gewerkschaften stehen an deiner Seite. Wir kämpfen für gute Arbeit, für soziale Sicherheit und eine Zukunft, die allen Perspektiven bietet. Mach dich stark mit uns!
01. Mai 2026
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