Deutscher Gewerkschaftsbund

23.04.2020
Menschenrechte

"Zustände auf den griechischen Inseln unerträglich"

"Die Art und Weise, wie die EU Geflüchtete an den europäischen Außengrenzen zurückweist, ist mit den Grundsätzen von Humanität und Menschenwürde nicht vereinbar", sagt DGB-Vorstand Annelie Buntenbach in einem Statement für die Aktion "Menschenrechte wahren – Lager auflösen – Evakuierung jetzt!" des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins (RAV).

Lager evakuieren

Die Zustände auf den griechischen Inseln - vor allem auf Lesbos - seien unerträglich, so Buntenbach in ihrem Videostatement. "Die Lager auf den griechischen Inseln müssen evakuiert werden."

VIDEO

Buntenbach unterstützt mit ihrem Statement die Protestaktion "Menschenrechte wahren – Lager auflösen – Evakuierung jetzt!" des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins (RAV).

Mit der Aktion fordert eine Reihe von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Einzelpersonen, stellvertretend für viele, die ihre Stimme erheben:

  • Die Einhaltung der Menschenrechte darf nicht auf den griechischen Inseln und auch nicht an den EU-Außengrenzen haltmachen.
  • Die Lager auf den griechischen Inseln müssen evakuiert werden – jetzt und alle!

Spendenaufruf

Der DGB ruft wegen der katastrophalen Situation im Geflüchteten-Lager "Moria", die durch die Corona-Pandemie zugespitzt ist, zu Spenden auf. Über den gemeinnützigen Verein "Respekt für Griechenland e.V." mit seinem Projekt "Volunteers for Lesbos" werden die eingegangenen Spenden an Projekte gegeben, die im Lager Moria auf Lesbos arbeiten. "Respekt für Griechenland e.V." und die "Volunteers for Lesbos" sind seit über vier Jahren auf Lesbos tätig, kennen die dortigen Strukturen und internationalen sowie lokalen Gruppen gut und können dadurch sicherstellen, dass die Spenden bei den besonders gefährdeten und notleidenden Gruppen ankommen. "Respekt für Griechenland" hat vor zwei Monaten mit einer "Zeltpaten-Aktion" gezeigt, dass es kurzfristig dringend benötigte Güter zielgerichtet vor Ort verteilen kann.

Konto "Respekt für Griechenland e.V."

IBAN DE31 4306 0967 1175 7746 05

GLS Bank, BIC: GENODEM1GLS

Stichwort: Solidarität für Moria

Hinweis: Quittungen bei Spenden über 200 Euro werden bei Angabe der Adresse vom Verein zugesandt.

Aufruf zur Aktion des RAV

Menschenrechte wahren – Lager auflösen – Evakuierung jetzt!

Die Situation in den griechischen Flüchtlingslagern ist alarmierend. Mehr als 42.000 Menschen leben auf engstem Raum unter katastrophalen Bedingungen in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln. Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie drohen die Lager zu pandemischen Hotspots zu werden. Eine internationale Koalition aus Gesundheitsfachleuten, Virolog*innen, Menschenrechtler*innen fordert die sofortige Evakuierung der Menschen aus den Lagern.
Wir schließen uns der Forderung der sofortigen Auflösung der Lager an und fordern, die Geflüchteten in den EU-Staaten sicher unterzubringen, vgl. https://www.evacuate-moria.com/.

Viele Gemeinden in Deutschland haben ihre Bereitschaft erklärt, Menschen aus dem Lager in Moria aufzunehmen. Das Innenministerium unter Horst Seehofer blockiert diese Aufnahme weiterhin. Die Aufnahme von lediglich bis zu 50 unbegleiteten Minderjährigen ist eine Schande und vollkommen unzureichend.

Die Einhaltung der Menschenrechte darf nicht an den Außengrenzen der EU enden.


Nach oben

Weitere Themen

DGB-Li­ve­stre­am-Rei­he "Mit ei­nem star­ken So­zi­al­staat durch die Kri­se"
Rote Schrift auf weißem Grund: Mit einem starken Sozialstaat durch die Krise
DGB
DGB startet eine Livestream-Reihe zur Zukunft des Sozialstaats. Die gegenwärtige Corona-Pandemie und die damit einhergehende Wirtschaftskrise zeigen, wie existenziell wichtig soziale Sicherheit für alle Schichten der Bevölkerung ist. Im ersten Livestream am 2. November diskutieren DGB-Vorstand Anja Piel, Prof. Dr. Sebastian Dullien, Direktor des IMK Düsseldorf und Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Bundesverbands zum Thema: "Ein starker Sozialstaat sichert Wohlstand".
weiterlesen …

Li­ve­stre­am: 30 Jah­re deut­sche Ein­heit - wei­ter geht’s?!
Logo 30 Jahre Wiedervereinigung
DGB/BBGK Berliner Botschaft
Wo stehen wir 30 Jahre nach der Wiedervereinigung? Auf welche Erfolge können wir stolz sein? Wo müssen wir mehr tun, um gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu erreichen? Und wie schaffen wir es, Gute Arbeit für alle Beschäftigten zu erreichen? Darüber diskutiert DGB-Vorstand Stefan Körzell in unserem Livestream am 10. November mit Marco Wanderwitz, Ostbeauftragter der Bundesregierung.
weiterlesen …

Star­ke Ta­rif­ver­trä­ge für ein gu­tes Le­ben
Tarif. Gerecht. Für alle.
DGB
Mehr Urlaub, höhere Gehälter, flexiblere Arbeitszeiten für die Beschäftigten – oder jetzt, während Corona, ein höheres Kurzarbeitergeld. Mit Tarifvertrag ist einfach mehr drin. Doch die Reichweite der Tarifbindung nimmt weiter ab. Immer weniger Beschäftigte profitieren von einem Tarifvertrag. DGB-Vorstand Stefan Körzell diskutiert am 11. November mit Gästen aus Politik und Wirtschaft: Wie lässt sich die Tarifbindung in Deutschland wieder erhöhen? Und wie haben sich Tarifverträge in der Corona-Pandemie bewährt?
weiterlesen …

Co­ro­na: Al­les, was Be­schäf­tig­te jetzt wis­sen müs­sen
Mikroskopaufnahme Corona-Viren
DGB/Kateryna Kon/123rf.com
Corona und Arbeitsrecht, Corona und Kurzarbeitergeld, Corona und Arbeitszeit, Corona und Arbeitsschutz, Corona und Kinderbetreuung: Wir beantworten die wichtigsten Fragen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der COVID19-Krise.
weiterlesen …

ein­blick - DGB-In­fo­ser­vice kos­ten­los abon­nie­ren
Mehr online, neues Layout und schnellere Infos – mit einem überarbeiteten Konzept bietet der DGB-Infoservice einblick seinen Leserinnen und Lesern umfassende News aus DGB und Gewerkschaften. Hier können Sie den wöchentlichen E-Mail-Newsletter einblick abonnieren.
zur Webseite …

Newslet­ter
Anzeige eines Newsletteranzeige in Outlook
DGB
Bestellen Sie die Newsletter des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten