Mietenstopp-Aktionstage: DGB kritisiert geplante Wohngeldkürzung
Anlässlich der bundesweiten Mietenstopp-Aktionstage vom 3. - 5. Juli 2026 stellt der DGB aktuelle Zahlen zur Mietenentwicklung vor und kritisiert die geplanten Wohngeldkürzungen der Bundesregierung.
In den 40 größten deutschen Städten sind die Angebotsmieten in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 51 Prozent gestiegen, doppelt so schnell wie die Löhne. In Rostock legten die Mieten sogar um 83 Prozent zu, in Lübeck um 71 Prozent, in Berlin um 77 Prozent. Für viele Beschäftigte bedeutet das: Ein immer größerer Teil des Lohns fließt direkt in die Miete.
Stefan Körzell, stellvertretender DGB-Vorsitzender, fordert energischere politische Schritte und warnt vor der geplanten Kürzung beim Wohngeld:
"Wir warnen vor dieser politischen Fehlentscheidung: Die Bundesregierung plant das Wohngeld zu kürzen. Damit setzt sie erneut den Rotstift bei den Schwächsten an, anstatt endlich diejenigen stärker in die Verantwortung zu nehmen, die über große Vermögen und Erbschaften verfügen.
Ausgerechnet Beschäftigte mit kleinen Einkommen, Familien und viele Rentner*innen sollen die Zeche für die Haushaltskonsolidierung zahlen - das ist sozial ungerecht und politisch verantwortungslos.
Wenn hunderttausende Haushalte ihren Wohngeldanspruch verlieren, ist das keine Reform, sondern eine massive Verschlechterung für Menschen, die ohnehin kaum über die Runden kommen. Bezahlbares Wohnen erreicht man nicht durch Sozialabbau, sondern durch wirksame Mietregulierung und einen entschlossenen Ausbau des sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbaus."
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Der DGB unterstützt das Bündnis für einen sofortigen Mietenstopp und fordert zudem mehr Investitionen in den sozialen und öffentlichen Wohnungsbau sowie schärfere Regeln gegen Mietwucher.