DGB und Mieterverein in Köln gemeinsam für bezahlbare Mieten

Datum

Ordnungsnummer 22

Dachzeile Bundesweite Aktionstage für einen Mietenstopp

Vom 3. bis 5. Juli finden bundesweit Aktionstage für einen Mietenstopp statt. Auch der DGB und der Mieterverein Köln beteiligen sich an den Aktionstagen und fordern einen sofortigen sechsjährigen Mietenstopp.

„Wohnen darf kein Luxus sein – doch genau das wird es in Köln immer mehr “, sagt Hans Jörg Depel, Geschäftsführer des Mietervereins Köln: „Die Mieten steigen rasant, während Löhne und Renten kaum hinterherkommen. Energiepreis-Schocks und Inflation verschärfen die Lage für viele Menschen zusätzlich. Die Bundesregierung hat die Chance verpasst, den Mieter*innen mit einem sechsjährigen Mietenstopp Luft zum Atmen zu verschaffen.”

„Die Zahlen unterstreichen den Ernst der Lage: In den vergangenen zehn Jahren sind die Angebotsmieten in Köln 53,9 Prozent gestiegen. Im Jahr 2016 lag der Quadratmeterpreis noch bei 10 Euro, Anfang 2026 bereits bei 15,39 Euro. Wenn das so weitergeht, verlieren immer mehr Menschen ihr Zuhause oder werden aus ihren Vierteln verdrängt", betont Judith Gövert, Geschäftsführerin des DGB Köln-Bonn.

Ein Mietenstopp allein reicht jedoch nicht aus. Das Bündnis Mietenstopp fordert darüber hinaus:

  • einen massiven Ausbau von öffentlichem und sozialem Wohnungsbau,
  • die Umsetzung einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit, bei der Unternehmen dauerhaft günstig vermieten und im Gegenzug steuerlich entlastet werden,
  • eine wirksame Mietpreisbremse sowie die Ahndung von Mietwucher,
  • eine klare Verpflichtung von Kommunen, beim Neubau das Gemeinwohl in den Mittelpunkt zu stellen.

„Wohnen ist ein Grundrecht – keine Ware.“ betont Gövert. Depel ergänzt: „Es ist höchste Zeit, dass Bund, Länder und Kommunen wieder Verantwortung übernehmen und preisgünstigen Wohnraum selbst schaffen und sichern.“

Quelle: Die verwendeten Daten zur Mietpreisentwicklung stammen aus der empirica Preisdatenbank (VALUE Marktdaten) und bilden Angebotsmieten im Median ab – sie spiegeln die aktuelle Marktdynamik direkter wider als die Bestandsmieten. 


Weitere Informationen zur Kampagne „Mietenstopp" unter: www.mietenstopp.de 

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