DGB legt Zahlen zur Mietpreisentwicklung im Rhein-Erft-Kreis vor

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Ordnungsnummer 25

Dachzeile Wenn die Angebotsmieten unbezahlbar werden

Im Rahmen, der vom 3. bis 5. Juli bundesweit stattfindenden Aktionstage für einen Mietenstopp legt der DGB aktuelle Zahlen zur Preisentwicklung auf dem Wohnungsmarkt für die Kommunen im Kreis vor.
Nach Auswertung der Daten zur Mietpreisentwicklung, aus der empirica Preisdatenbank, nimmt Bedburg mit einer Steigerungsrate von 79,5 Prozent in den letzten zehn Jahren einen traurigen Spitzenplatz aus Sicht der Mietenden ein, dicht gefolgt von Bergheim mit 75,5 Prozent Steigerung seit 2016.

Im Durchschnitt ist für die Kommunen im Kreis im Zeitraum der letzten zehn Jahre eine Steigerungsrate von 61,2 Prozent zu verzeichnen. „Das sind alles andere als moderate und angemessene Erhöhungen“, sagt Thomas Nienhaus. Für den Vorsitzenden des DGB-Kreisverbandes Rhein-Erft unterstreichen die Zahlen den Ernst der Lage. „Die Wohnungspolitik ist für uns Gewerkschaften ein zentrales Anliegen, welches wir auch in den Gesprächen im politischen Raum immer wieder deutlich machen. Wenn das so weitergeht, verlieren immer mehr Menschen ihr zuhause und werden aus ihren Vierteln verdrängt. Diese Situation hat schon jetzt enorme Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft“, so Thomas Nienhaus.
„Die Angebotsmieten steigen mehr als rasant, während Löhne und Renten kaum hinterherkommen. Energiepreis Schocks und Inflation verschärfen die Lage für viele Menschen zusätzlich. Die Bundesregierung hat die Chance verpasst, den zur Miete Wohnenden mit einem sechsjährigen Mietenstopp Luft zum Atmen zu verschaffen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende, Hans Schnäpp.

Am Beispiel Frechen, hier lag die Steigerungsquote in den letzten zehn Jahren bei 57,6 Prozent, ist der Quadratmeterpreis von 8,33 Euro (2016) auf 13,13 Euro (2026) gestiegen. Lediglich Brühl und Hürth liegen bei den Steigerungsraten unter 50 Prozent.

„Wohnen ist ein Grundrecht – keine Ware. Es ist höchste Zeit, dass Bund, Länder und Kommunen wieder ihre Verantwortung wahrnehmen und preisgünstigen Wohnraum selbst schaffen und sichern“, sagt Thomas Nienhaus.

Ein Mietenstopp allein reicht aus Sicht des bundesweiten-Bündnisses nicht aus. Die Bündnispartner fordern darüber hinaus: 

  • einen massiven Ausbau von öffentlichem und sozialem Wohnungsbau,
  • die Umsetzung einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit, bei der Unternehmen dauerhaft günstig vermieten und im Gegenzug steuerlich entlastet werden,
  • eine wirksame Mietpreisbremse sowie die Ahndung von Mietwucher,
  • eine klare Verpflichtung von Kommunen, beim Neubau das Gemeinwohl in den Mittelpunkt zu stellen.

Weitere Informationen zur Kampagne „Mietenstopp" unter: www.mietenstopp.de


Die Steigerungsraten im Kreisgebiet im Überblick:

Bedburg: 79,5%
Bergheim: 75,5%
Brühl: 48,9%
Elsdorf: 56,0%
Erftstadt: 71,4%
Frechen: 57,6%
Hürth: 46,6%
Kerpen: 58,7%
Pulheim: 59,1%
Wesseling: 59,1%

Quelle: Die verwendeten Daten zur Mietpreisentwicklung stammen aus der empirica Preisdatenbank (VALUE Marktdaten) und bilden Angebotsmieten im Median ab – sie spiegeln die aktuelle Marktdynamik direkter wider als die Bestandsmieten. 

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