DGB Pride Season: Demokratie, Vielfalt und Respekt in Gesellschaft und Arbeitswelt verteidigen

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Ordnungsnummer PM 10

Anlässlich des bevorstehenden Christopher Street Day (CSD) in Düsseldorf ruft der DGB-Stadtverband Düsseldorf zu Solidarität mit queeren Menschen und zu einem entschlossenen Eintreten gegen Diskriminierung, Hass und Ausgrenzung auf. 

„Der CSD ist weit mehr als ein Fest der Vielfalt. Er ist ein sichtbares Zeichen für gleiche Rechte, gesellschaftliche Teilhabe und Respekt. Gerade in Zeiten zunehmender Anfeindungen gegenüber queeren Menschen ist diese Sichtbarkeit wichtiger denn je“, erklärt die DGB-Stadtverbandsvorsitzende Sigrid Wolf. 

Mit großer Sorge beobachtet der DGB den Anstieg queer-feindlicher Gewalt sowie die zunehmende Verbreitung populistischer und rechtsextremer Positionen, die Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt infrage stellen. Immer häufiger werden queere Menschen Ziel von Beleidigungen, Bedrohungen und körperlichen Angriffen. Dabei bildet die Zahl der gemeldeten Fälle nur einen Teil der Realität ab, denn viele Betroffene zeigen Übergriffe aus Angst oder Scham nicht an. Gleichzeitig versuchen politische Kräfte, hart erkämpfte Fortschritte bei Gleichstellung und Antidiskriminierung zurückzudrängen.

„Wer Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität angreift, greift die Grundwerte unserer demokratischen Gesellschaft an. Gewerkschaften stehen für Solidarität, Respekt und gleiche Rechte für alle. Deshalb stellen wir uns entschieden gegen jede Form von Queerfeindlichkeit, Rassismus und Menschenfeindlichkeit“, macht Sigrid Wolf deutlich. 

Auch die Arbeitswelt bleibt ein zentrales Handlungsfeld. Viele queere Beschäftigte erleben noch immer Benachteiligungen, Vorurteile oder fühlen sich gezwungen, Teile ihrer Identität am Arbeitsplatz zu verbergen. Ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld ist jedoch nicht nur eine Frage der Menschenwürde, sondern auch Voraussetzung für gute Arbeit und Chancengleichheit.

Betriebe und Verwaltungen müssen Orte sein, an denen alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität sicher arbeiten können. Dazu gehören klare Antidiskriminierungsstrategien, eine starke betriebliche Mitbestimmung, Sensibilisierung der Führungskräfte und eine Unternehmenskultur, die Vielfalt ausdrücklich fördert.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften setzen sich deshalb für eine Arbeitswelt ein, in der Vielfalt selbstverständlich ist und niemand Angst vor Benachteiligung haben muss. Betriebs- und Personalräte leisten dabei einen wichtigen Beitrag, indem sie sich für gleiche Rechte, faire Entwicklungschancen und ein respektvolles Miteinander einsetzen.

Der CSD erinnert daran, dass gesellschaftlicher Fortschritt nie selbstverständlich ist. Rechte müssen verteidigt, Solidarität muss gelebt werden. Als Gewerkschaften stehen wir an der Seite aller Menschen, die für Gleichberechtigung, Demokratie und eine offene Gesellschaft eintreten.

Am Donnerstag wird ab 20 Uhr auf dem Johannes-Rau-Platz die britische Komödie „Pride“ gezeigt.  Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und erzählt Geschichte einer Gruppe queerer Menschen während des britischen Bergarbeiterstreiks im Jahr 1984 Spenden für streikende Bergleute sammelt und sich mit ihnen verbündet. Der Film zeigt eindrucksvoll, was Gewerkschaften und soziale Bewegungen stark macht: Solidarität. Wenn Menschen füreinander eintreten, auch wenn sie unterschiedliche Lebensrealitäten haben, können sie Ausgrenzung überwinden und gesellschaftlichen Fortschritt erkämpfen. Die CSD-Parade selbst startet am Samstag, den 06.06.2026 um 13:30 Uhr am Graf-Adolf-Platz. 

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