DGB: Wohnen ist ein Grundbedürfnis und kein Luxusgut

Datum

Ordnungsnummer 10

Dachzeile Hürth, Frechen und Pulheim mit den höchsten Durchschnittsmieten im Rhein-Erft-Kreis

Zum aktuellen Immobilienmarktbericht der Kreissparkasse Köln (KSK) mit Zahlen und Daten für die Region Köln/Bonn meldet sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu Wort.
„Wenn Wohnen zu einem Luxusgut wird, dann haben wir ein soziales Problem“, sagt Ingo Degenhardt, Gewerkschaftssekretär der DGB-Region Köln Bonn, zuständig für den Rhein-Erft-Kreis.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis von Menschen. Seit Jahren spitzt sich die Krise auf dem Wohnungsmarkt weiter zu. Das gilt nicht nur für Großstädte wie Köln, sondern auch für das Umland. Degenhardt: „Immer mehr Haushalte sind durch ihre Wohnkosten finanziell überlastet. Mittlerweile sind es bundesweit über 7 Millionen Haushalte, die mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für Miete ausgeben müssen.“ In der Wohnungsforschung gilt dieser Wert als Grenze, ab der Wohnen als mietbelastet gilt. „Immer mehr Arbeitnehmer*innen können sich das Wohnen in den Städten nicht leisten und müssen lange Pendelwege zur Arbeit auf sich nehmen. Firmen klagen über Fachkräftemangel. Ein zunehmender Grund für unbesetzte Stellen und nicht besetzte Ausbildungsplätze sind die hohen Wohnkosten vor Ort oder zu lange Anfahrtswege“, so der Gewerkschaftsvertreter.

Wohnungspolitik ist für die Gewerkschaften eine wichtige Zukunftsfrage. Konkret bedeutet die Wohnungskrise, dass erkämpfte Lohnsteigerungen nicht selten für die Miete draufgehen und das Beschäftigte ihre erstrittenen Arbeitszeitverkürzungen im Stau oder in überfüllten Zügen verbringen.


Beispiel Frechen:
Bezahlbarer Wohnraum ist auch in Frechen Mangelware. Neben Hürth und Pulheim werden hier die höchsten Quadratmeterpreise von über 12 Euro für die Kaltmiete aufgerufen. 

Der DGB-Kreisverband Rhein-Erft begrüßt die politische Weichenstellung auf Grube Carl für den dringend benötigten Wohnungsbau. „Dieses Projekt ist eine Investition in die Zukunft der Stadt, mit neuen Entwicklungsmöglichkeiten von Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen und ist ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft und somit für Arbeits- und Ausbildungsplätze. Die Verbesserung der Wohnraumversorgung muss zentrale Aufgabe von Kommunalpolitik sein. Darauf haben wir vor der Kommunalwahl 2025 hingewiesen“, so der Vorsitzende Thomas Nienhaus. „Wir sehen die Entwicklungen in Frechen auf einem guten Weg und unterstützen die Aktivitäten – auch in Bezug auf das Entwicklungsareal Rhenania West“, ergänzt Stellvertreter Hans Schnäpp.

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