Der DGB-Kreisverband Düren-Jülich fordert die baldige Entscheidung zum Erhalt der Villa Buth als Erinnerungsort

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Ordnungsnummer PM002

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Der DGB-Kreisverband Düren-Jülich hat sich mit einem eindringlichen Appell an Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach gewandt, um den Erhalt der denkmalgeschützten Villa Buth in Jülich-Kirchberg zu sichern.

Die im 19. Jahrhundert errichtete Fabrikantenvilla gilt nicht nur als bedeutendes Baudenkmal, sondern auch als wichtiger Ort der Erinnerungskultur. Während der NS-Zeit diente das Gebäude zwischen 1941 und 1942 als sogenanntes „Judenhaus“ und Sammellager für die jüdische Bevölkerung der Region vor deren Deportation in die Konzentrations- und Vernichtungslager. Nach Auffassung des DGB gehört die Villa zu den letzten authentischen Zeugnissen dieser Geschichte im Kreis Düren.

Mit Sorge verweist der Kreisverband auf den fortschreitenden Verfall des Gebäudes und die Gefahr eines möglichen Abrisses. Trotz des bestehenden Denkmalschutzes sowie des Engagements von Bürgerinitiativen, Wissenschaft und Schulen sei die Zukunft des historischen Gebäudes derzeit ungewiss.

Der DGB fordert das Land Nordrhein-Westfalen auf, alle denkmalrechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Erhalt der Villa zu sichern. Zudem werden finanzielle und fachliche Unterstützung für notwendige Sicherungsmaßnahmen sowie ein gemeinsames Nutzungskonzept mit Land, Kommunen und lokalen Initiativen angeregt. Ziel sei es, die Villa Buth dauerhaft als Erinnerungs-, Bildungs- und Gedenkort zu erhalten.

„Gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte und das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus wichtiger denn je sind, dürfen authentische Orte wie die Villa Buth nicht verloren gehen“, betont Heinz Peltzer, Vorsitzender des DGB-Kreisverband Düren-Jülich.

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