Rund 120 Beschäftigte aus 13 Einrichtungen der Unionhilfswerk Sozialeinrichtungen gGmbH sind heute dem Warnstreikaufruf der GEW Berlin und von ver.di gefolgt. Sie fordern den Abschluss eines Tarifvertrags.
Jahrelange Blockadehaltung der Geschäftsführung
Seit Jahren verweigert die Geschäftsführung den Abschluss eines Tarifvertrags für die Beschäftigten beim Unionhilfswerk. An den Verhandlungen über einen Flächentarifvertrag im Jahr 2024 hatte sich das UHW zunächst beteiligt, stieg jedoch kurz vor einem möglichen Abschluss aus.
Arbeitgeber weicht Tarifbindung aus
Mit dem einseitigen Ausstieg aus den Tarifverhandlungen haben die Arbeitgeber*innen erneut deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind, Entgelte auf Augenhöhe mit den Gewerkschaften verbindlich in einem Tarifvertrag zu regeln. Stattdessen setzen sie weiter darauf, Fragen des Entgeltsystems mit dem Betriebsrat zu besprechen und die konkrete Entgelthöhe einseitig als Arbeitgeberinnen festzulegen.
Versuch der Streikverhinderung gescheitert
Auch der Versuch, den Warnstreik kurzfristig per einstweiliger Verfügung durch das Arbeitsgericht untersagen zu lassen, ist am Freitag gescheitert.
Beschäftigte fordern Transparenz und faire Bezahlung
Transparente und faire Arbeits- und Einkommensbedingungen sehen anders aus. Die anhaltende Verweigerungshaltung der Arbeitgeber*innen hat die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten in den aufgerufenen Einrichtungen darin bestärkt, dem Streikaufruf zu folgen.