Einigung im Tarifstreit an Südwestdeutschen Unikliniken
Im Tarifkonflikt an den 4 Unikliniken in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen haben die Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di eine Einigung erzielt. Die rund 26.000 Beschäftigten erhalten eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5,4 Prozent in 3 Schritten. Die zuständigen Gremien müssen dem Abschluss noch zustimmen.
Warnstreiks und geschlossene OP-Säle gingen voraus
Vor der 3. Verhandlungsrunde, die am Mittwoch begann, hatten mehrtägige Warnstreiks stattgefunden. Zahlreiche OP-Säle waren geschlossen gewesen, was zu längeren Wartezeiten für Patient*innen geführt hatte.
Tarifvertrag gilt 27 Monate
Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 27 Monaten. Ab dem 1. Oktober steigt das Gehalt zunächst um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro. Ab dem 1. Dezember 2027 folgt ein weiteres Plus von 1,3 Prozent, und ab dem 1. Juli 2028 nochmals 1,3 Prozent. Auszubildende erhalten in 3 Schritten insgesamt 120 Euro mehr.
ver.di verhindert 45-Stunden-Woche
Die von den Arbeitgebern angestrebte Option auf eine 45-Stunden-Woche sowie eine Koppelung der Jahressonderzahlung an Krankentage konnten laut Verdi abgewendet werden. ver.di hatte ursprünglich 7,5 Prozent mehr Gehalt gefordert, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat.