Erneuter bundesweiter Streiktag im Handel

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Die Gewerkschaft ver.di ruft für Freitag, den 3. Juli 2026, erneut zu bundesweiten Warnstreiks im Handel auf. Tausende Beschäftigte werden die Arbeit niederlegen. Zentrale Kundgebungen sind unter anderem in Dortmund, Berlin und Wiesbaden geplant.

Arbeitgeber legen nach 25 Verhandlungsrunden nur Mini-Angebot vor

ver.di-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer, zuständig für den Handel, begründete den Schritt mit der Blockadehaltung der Arbeitgeberverbände. Nach mehr als 25 Verhandlungsterminen in allen 16 Tarifgebieten des Einzelhandels hätten die Arbeitgeber lediglich ein minimal verbessertes Angebot vorgelegt, das weiterhin Reallohnverluste und Nullmonate enthalte. In Nordrhein-Westfalen etwa bieten die Arbeitgeber erst zum 1. November 2026 eine Entgelterhöhung von 2,4 Prozent an, nach 6 Nullmonaten, sowie weitere 2,0 Prozent zum 1. August 2027 nach 3 weiteren Nullmonaten. „Wer so etwas vorlegt, will keine Verhandlungen auf Augenhöhe führen, sondern beharrt auf Maximalpositionen", sagte Zimmer.

Auch im Groß- und Außenhandel keine Bewegung

Im Groß- und Außenhandel ist die Lage laut Zimmer ähnlich. Bei insgesamt 35 Verhandlungsterminen in 20 Tarifgebieten seit dem 18. Mai 2026 haben die Arbeitgeber kein verbessertes Angebot vorgelegt. Der Handel beschäftigt mehr als 5,2 Millionen Menschen und ist damit die größte privatwirtschaftliche Branche in Deutschland. Zimmer warnte, dass ein unverantwortlicher Umgang mit den Beschäftigten die Zukunft der gesamten Branche gefährde.

Arbeitgeber haben 14 Tage Zeit für ein verhandlungsfähiges Angebot

ver.di fordert die Arbeitgeber auf, die nächsten Verhandlungsrunden zu nutzen, um ihren Kurs zu korrigieren. Die nächsten Termine im Einzelhandel finden am Montag, 6. Juli 2026, in Hessen sowie im ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen statt. Im Großhandel wird am 10. Juli 2026 in Baden-Württemberg verhandelt.

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