Erzwingungsstreik bei Vivantes-Töchtern startet am 15. April 2026

Datum

3-tägiger Streik zunächst geplant

Am 15. April 2026 beginnt der Erzwingungsstreik bei den Tochtergesellschaften des landeseigenen Krankenhauskonzerns Vivantes. Die Gewerkschaft ver.di ruft zunächst von Mittwoch bis Freitag zum Streik auf.

Streit um tarifliche Gleichstellung

Mit dem Streik erhöht ver.di den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen mit der Vivantes-Geschäftsführung. Diese verweigert bisher eine tarifliche Gleichstellung der Beschäftigten in den Tochtergesellschaften mit den Beschäftigten im Mutterkonzern. Insbesondere die tarifliche Zusatzrente ist ein zentrales Konfliktthema. Vielen Beschäftigten bei Vivantes droht aufgrund der niedrigen Löhne die Altersarmut.

Koalitionsversprechen nicht eingelöst

Im Koalitionsvertrag von 2023 hatten CDU und SPD versprochen, die Tochterfirmen der landeseigenen Krankenhäuser Charité und Vivantes wieder in die Krankenhäuser zu integrieren. Damit sollte die Spaltung der Belegschaft beendet werden. Die Koalition hat dieses Versprechen bisher nicht eingelöst. Die Beschäftigten streiken nun dafür, die Zwei-Klassen-Belegschaft durch einen Tarifvertrag mit den Tochterunternehmen zu beenden.

Ver.di fordert Ende der Blockadehaltung

Die ver.di Verhandlungsführerin Jana Seppelt erklärt, jeder Tag Streik sei ein Armutszeugnis für die politisch Verantwortlichen in der Stadt. Sie erwartet von der Vivantes-Geschäftsführung, ihre Blockadehaltung endlich zu beenden. Vom Berliner Senat fordert sie, in seiner Funktion als Eigentümer seinen Beitrag zur Lösung des Tarifkonflikts zu leisten.

Kundgebungen und Verhandlungen

In den kommenden Tagen sind mehrere Aktionen geplant. Am 15. April findet um 9:00 Uhr eine Kundgebung vor dem Urban Krankenhaus statt, gefolgt von einer Demonstration durch Kreuzberg. Am 16. April um 11:00 Uhr ist eine Kundgebung vor der CDU-Landeszentrale geplant. Am 17. April stehen Streikposten vor den Vivantes-Krankenhäusern. Am 20. April um 9:00 Uhr findet eine Online-Pressekonferenz zum Stand der Verhandlungen statt.

Für den 16. April und den 20. April sind Verhandlungstermine angesetzt.

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