NGG bestreikt Hotels und Gastronomiebetriebe in Frankfurt

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Rund 400 Beschäftigte aus Hotels, der Messegastronomie und Flughafenlounges haben heute in Frankfurt mit einem umfangreichen Warnstreik den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Von 10 Uhr bis zur Mittagszeit beteiligten sich die Streikenden an einer Kundgebung mit anschließender Demonstration vom Messegelände zum Gewerkschaftshaus. Der Streik fiel zusammen mit dem Auftakt der internationalen Leitmesse IMEX.

NGG fordert deutlich höhere Löhne

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 7,5 Prozent sowie einen jährlichen Gesundheitszuschuss in Höhe von 300 Euro. Die Arbeitgeber hatten bislang lediglich 1 Prozent mehr Geld verteilt auf 30 Monate angeboten. Für ungelernte Beschäftigte ist in diesem Angebot sogar gar keine Erhöhung vorgesehen.

Mehr Wertschätzung statt längerer Arbeitszeiten

NGG-Vorsitzender Guido Zeitler erklärte nach der Kundgebung, die Beschäftigten hätten unmissverständlich klargemacht, dass sie mehr Wertschätzung und Anerkennung für ihre Arbeit erwarten. Wer dauerhaft Fachkräfte sichern wolle, müsse anständige Löhne zahlen. Gerade im Gastgewerbe, wo Schichtarbeit, Personalmangel und hohe Arbeitsdichte den Arbeitsalltag prägen, brauchen Beschäftigte spürbare strukturelle Verbesserungen. Die Ausweitung der täglichen Arbeitszeit würde gesundheitliche Probleme verschärfen und den Fachkräftemangel weiter antreiben.

Ausweitung der Streiks angekündigt

Die NGG macht den Branchenverband DEHOGA Hessen für die Eskalation der Tarifauseinandersetzung verantwortlich. Er kündigt eine Ausweitung der Tarifbewegung in den nächsten Wochen an, sollte es in den Verhandlungen kein deutlich verbessertes Angebot geben. Zum Tarifgebiet gehören namhafte Unternehmen wie Motel One, Steigenberger Hotels, Marriott Hotels, Hilton, Maritim Hotels, Radisson Hotels und viele weitere.

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