NGG lehnt Arbeitgeberangebot in der Milchindustrie Ost ab
Arbeitgeberangebot bedeutet Reallohnverlust
In der ersten Tarifverhandlung am 20. August hat der Milchindustrieverband ein aus Sicht der Gewerkschaft völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeber bieten 2,3 Prozent mehr Entgelt in diesem Jahr und weitere 2,5 Prozent im kommenden Jahr.
Bei einer Inflation von knapp 3 Prozent und weiter steigenden Preisen würde das für die Beschäftigten einen Reallohnverlust bedeuten. Die NGG fordert deshalb eine Entgelterhöhung von 6 Prozent für dieses Jahr.
NGG fordert Perspektive für Auszubildende
Die Gewerkschaft verlangt außerdem, dass Auszubildende nach erfolgreichem Abschluss für mindestens 1 Jahr befristet übernommen werden. Auch die Fahrkosten zur Berufsschule sollen erstattet werden.
Die Unternehmen lehnen eine verbindliche Übernahme bislang ab. Die NGG kritisiert das als verantwortungslos, besonders angesichts des Fachkräftemangels.
Aktionen und Streiks werden vorbereitet
Die NGG-Tarifkommission hat das Arbeitgeberangebot einstimmig abgelehnt. Die Gewerkschaft bereitet die Belegschaften nun auf entschlossene Aktionen und Streiks vor.
Die nächste Verhandlung findet am 14. September statt.