Die Gewerkschaft ver.di hat das Scheitern der Tarifverhandlungen mit der Postbank erklärt. Auch in der 3. Verhandlungsrunde legte der Postbank-Vorstand kein verbessertes Angebot vor. Bis zum 3. Juli stimmen ver.di-Mitglieder in einer Urabstimmung über den Eintritt in den Erzwingungsstreik ab.
Arbeitgeberangebot weit von ver.di-Forderungen entfernt
Das aktuelle Angebot der Postbank sieht bei einer Laufzeit von 27 Monaten Entgeltsteigerungen von 2,4 Prozent ab dem 1. Juli 2026 sowie weitere 2,3 Prozent ab dem 1. Juli 2027 vor. Für die ersten 3 Monate ist lediglich eine bislang nicht bezifferte Einmalzahlung vorgesehen. ver.di fordert für die Beschäftigten in den Filialen hingegen 8 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich, sowie 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung.
Warnstreik und Kundgebung am 30. Juni in Berlin
Kurz vor Ablauf der Urabstimmung findet am Dienstag, den 30. Juni 2026, eine zusätzliche Verhandlungsrunde statt. ver.di ruft die Beschäftigten in Berlin-Brandenburg für diesen Tag zu einem Warnstreik auf. Ab 10:00 Uhr versammeln sich Streikende zu einer Kundgebung vor der Deutschen Bank, Unter den Linden 13, 10117 Berlin. Dort können ver.di-Mitglieder auch direkt an der Urabstimmung teilnehmen.