Nach 5 Verhandlungsrunden und insgesamt 11 Streiktagen haben sich die Tarifkommission und die Arbeitgeberseite bei ALBA Uckermark auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.
Entgelterhöhungen in 2 Stufen
Zum 1. Mai 2026 steigen die Entgelte um 4,7 Prozent. Zum 1. Januar 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 2,8 Prozent. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten zum 1. Januar 2027 einen weiteren Urlaubstag sowie einen zweiten zusätzlichen Urlaubstag zum 1. Januar 2028.
Hart erkämpfter Kompromiss
Bis zuletzt wurde um Verbesserungen gerungen. Die Arbeitgeber zeigten sich trotz der massiven Auswirkungen des Streiks nur zu einzelnen Zugeständnissen bereit. Die Beschäftigten standen vor der Wahl, die Maßnahmen bis hin zum Erzwingungsstreik auszuweiten oder das vorliegende Angebot anzunehmen. Der Kompromiss wurde am Streikposten ausführlich diskutiert und demokratisch abgestimmt.
Reallohnsteigerungen als Ergebnis des Zusammenhalts
Auch wenn der Abschluss hinter den Erwartungen einiger Beschäftigter zurückbleibt, führt er unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen zu einer deutlichen Steigerung der Kaufkraft. Ver.di-Verhandlungsführer Lion Bintz betonte, dass klare Reallohnsteigerungen nur möglich waren, weil die Kolleginnen und Kollegen zusammengehalten und den Rücken gerade gemacht hätten. Das Ergebnis sei in 11 Tagen Streik hart erkämpft worden.