ver.di und das Anne Frank Zentrum haben sich auf Eckpunkte für einen neuen Haustarifvertrag geeinigt. Die Beschäftigten haben in der Tarifrunde mit großer Geschlossenheit und Streikbereitschaft Druck gemacht. Die Mitgliederversammlung stimmte den Eckpunkten zu.
Das wurde erreicht:
Die Entgeltstufen werden strukturell an den TV-L der Länder angepasst. Die dynamische Bezugnahme wird wieder eingesetzt. Es gibt eine Perspektive auf eine betriebliche Altersversorgung nach den Regeln des öffentlichen Dienstes. Außerdem wurden die Regelungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert.
Beschäftigte können künftig bis zu 2 Wochen pro Jahr remote arbeiten. Dies ist innerhalb Deutschlands oder des europäischen Auslands möglich. Auch die Kündigungsregelungen wurden verbessert.
Nicht alle Forderungen wurden durchgesetzt:
Eine Hauptstadtzulage konnte nicht erreicht werden. Auch verbindliche Regelungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung, weitergehende Mitbestimmungsrechte und eine umfassendere Entfristungsregelung blieben aus.
Auch freie Mitarbeiter*innen:
Gleichzeitig einigte sich das Anne Frank Zentrum mit ver.di auf bessere Honorarbedingungen. Die Honorare steigen ab dem 1. Januar 2027 um 17 Prozent. Ausfallregelungen für Guides werden verbessert. Bestimmte Seminartätigkeiten werden künftig besser anerkannt.
Das Anne Frank Zentrum leistet bundesweit anerkannte Bildungsarbeit gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung. ver.di fordert die Politik in Berlin und im Bund auf, von Kürzungen in der Demokratiebildung abzusehen.