Tarifrunde Seehäfen startet
Am Mittwoch, 22. Juli 2026, beginnt in Bremen die Tarifrunde für die deutschen Seehäfen. ver.di fordert eine Erhöhung der Stundenlöhne um 8,2 Prozent, mindestens aber 2,50 Euro pro Stunde mehr. Von der Tarifrunde betroffen sind rund 11.000 Beschäftigte an den Standorten Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven.
Forderung aus Mitgliederbefragung abgeleitet
Die Bundestarifkommission von ver.di hat die Forderung auf Grundlage einer Mitgliederbefragung beschlossen. Die Mindesterhöhung von 2,50 Euro pro Stunde soll vor allem die unteren und mittleren Lohngruppen stärken.
ver.di sieht Branche in stabiler Lage
ver.di betont, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Hafenunternehmen insgesamt stabil und erfolgreich sei. Die Beschäftigten hätten in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen die Lieferketten am Laufen halten. Steigende Umschläge, gute Unternehmensergebnisse und wachsende Anforderungen müssen sich jetzt auch auf dem Lohnzettel widerspiegeln.
Warnstreiks ab 31. Juli möglich
Die Friedenspflicht läuft bis zum 30. Juli 2026. Erst danach sind Warnstreiks möglich. ver.di zeigte sich auf eine kämpferische Runde eingestellt. Krisch appellierte an die Arbeitgeber, ein gutes Angebot vorzulegen, um von Beginn an konstruktiv verhandeln zu können. Die Auftaktverhandlung mit dem Zentralverband der deutschen Seehäfen (ZDS) findet am Mittwochvormittag in Bremen statt.