ver.di erzielt Tarifeinigung im bayerischen Groß- und Außenhandel
ver.di begrüßt die am 21. Juli 2026 erzielte Tarifeinigung im Groß- und Außenhandel in Bayern. ver.di-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer wertet das Ergebnis als Signal für weitere Tarifgebiete und den Einzelhandel insgesamt. Möglich gemacht hätten es der Mut und die Ausdauer der Beschäftigten, die sich bundesweit an Aktionen und Warnstreiks beteiligt hätten.
Entgelte steigen in 2 Stufen um insgesamt 5 Prozent
Das Verhandlungsergebnis sieht eine Erhöhung der Tarifentgelte um insgesamt 5 Prozent vor. Zum 1. August 2026 steigen die Entgelte um 2,9 Prozent, zum 1. Mai 2027 um weitere 2,1 Prozent. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 24 Monate.
Überproportionale Erhöhung der Azubi-Vergütungen
Auszubildende profitieren überproportional von der Einigung. Ihre Vergütungen werden zum 1. September 2026 um 40 Euro und zum 1. September 2027 um weitere 30 Euro angehoben.
Klares Signal auch an den Einzelhandel
Zimmer sieht in der Einigung auch eine Botschaft an die Arbeitgeber im Einzelhandel. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte vergangene Woche Verhandlungstermine in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Bayern, Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern einseitig abgesagt. ver.di fordert die Arbeitgeber auf, ihre Hinhaltetaktik aufzugeben und soziale Verantwortung zu übernehmen. Die Gewerkschaft sei in allen Tarifbezirken jederzeit verhandlungsbereit.