ver.di kämpft für Entlastungstarifvertrag an der Charité

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Die Gewerkschaft ver.di fordert, den Entlastungstarifvertrag an der Charité fortzusetzen und wo nötig nachzubessern. Der Vertrag sichert gute Personalausstattungen für Pflege und andere Berufsgruppen. Eine Verschlechterung der Arbeits- und Versorgungsbedingungen lehnen die ver.di-Mitglieder entschieden ab.

1. Verhandlungsrunde am 15. Juli

Die Forderungen wurden in den vergangenen Wochen in weit mehr als der Hälfte der Teams diskutiert, von über 200 Kolleg*innen beraten und von der ver.di-Tarifkommission beschlossen. Am 15. Juli wurden sie in der ersten Verhandlungsrunde mit der Arbeitgeberin vorgestellt. Die Beschäftigten gehen gut vorbereitet, professionell und mit klaren fachlichen Begründungen in die Verhandlungen.

Arbeitgeberin droht mit Stellenabbau

Die Charité fordert ihrerseits eine deutliche Absenkung der tariflichen Standards. In einer vor Verhandlungsbeginn verschickten Mitteilung an die Beschäftigten drohte sie mit Stellenabbau, sollte der Tarifvertrag fortgesetzt werden. ver.di weist diese Dramatisierung zurück und besteht auf der Orientierung an Standards des Arbeitsschutzes und guter Patientenversorgung.

Warnung vor Rückkehr zu alten Missständen

Ulla Hedemann, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin auf einer Kinderintensivstation und Mitglied der ver.di-Tarifkommission, warnt: Wenn nur über Sparmaßnahmen geredet werde und die Personalbemessung gekürzt werden solle, lande man in der Versorgung schnell wieder da, wo man vor 15 Jahren schon einmal gewesen sei: zu wenig Personal, zu hohe Belastung und zu wenig Zeit für gute Versorgung.

Nächste Verhandlungsrunde am 30. Juli

Der aktuelle Verhandlungsstand wird nun von den Kolleginnen und Kollegen bewertet und intensiv beraten. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 30. Juli statt.

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