ver.di ruft zu Warnstreiks an 6 Seehäfen auf

Datum

Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten an 6 deutschen Seehäfen zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind die Standorte Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake. Die Arbeitsniederlegung begann bereits mit der Nachtschicht am Montagabend und dauert 24 Stunden.

Gewerkschaft reagiert auf abgelehntes Angebot

Zuvor hatte eine große Mehrheit der rund 11.000 Beschäftigten in einer Befragung das bisherige Angebot des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) abgelehnt. Der Arbeitgeberverband reagierte mit Unverständnis und bot bislang keinen neuen Verhandlungstermin an. 

Forderung nach 3. Verhandlungstermin

ver.di erwartet, dass die Arbeitgeber einen 3. Verhandlungstermin vorschlagen. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Stundenlöhne um 8,2 Prozent, mindestens aber 2,50 Euro pro Stunde mehr, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Mindesterhöhung soll insbesondere die unteren und mittleren Lohngruppen stärken.

Arbeitgeber boten deutlich weniger

Der ZDS hatte zuletzt 5,1 Prozent mehr Lohn angeboten, ergänzt um 300 Euro mehr Urlaubsgeld sowie eine Erhöhung der A-Pauschale um 460 Euro bei einer Laufzeit von 19 Monaten. In der ver.di-Befragung lehnten die Beschäftigten dieses Angebot mit überwältigender Mehrheit ab. Kritisiert wurden vor allem die lange Laufzeit und die zu geringe Erhöhung für die unteren Lohngruppen.

zurück

Unser Tarifticker zum Nachlesen oder im Abo per Mail

Aktuelle Tarifverhandlungen der DGB-Mitgliedsgewerkschaften

Mit der Anmeldung wird dem Erhalt der ausgewählten Newsletter zugestimmt. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Nähere Informationen zur Datenverarbeitung können in unserer Datenschutzbestimmungen nachgelesen werden.