Deutscher Gewerkschaftsbund

11.02.2016
DGB-Index Gute Arbeit kompakt 01/2016

Überstunden: Jeder dritte Beschäftigte hat überlange Arbeitszeiten

Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit

Deutlich länger arbeiten als vereinbart – das ist für jeden dritten Beschäftigten in Deutschland Realität. Fast jeder vierte arbeitet sogar mehr als 45 Stunden pro Woche. Und viele "tun das nicht freiwillig", kritisiert DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.

Ein Mann sitzt verzweifelt am voll gepackten Schreibtisch

Colourbox

Buntenbach: Wir brauchen neue Regeln für Arbeitszeiten

Etwa jeder sechste Beschäftigte in Deutschland arbeitet sogar mehr als 48 Stunden pro Woche. Diese Zahlen sind das Ergebnis einer Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit (Download weiter unten). Der Report zeigt außerdem: Die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer berichten deutlich häufiger von einer schlechten Work-Life-Blanace und fehlender Erholung als andere Beschäftigte. "‚Arbeiten ohne Ende‘ gefährdet die Gesundheit und erschwert, Beruf und Privatleben unter einen Hut zu kriegen. Wir brauchen neue Regeln, damit die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel und selbstbestimmt gestalten können", fordert deshalb DGB-Vorstand Annelie Buntenbach.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach:
"45 Stunden und mehr pro Woche arbeiten - viele Beschäftigte tun das nicht freiwillig. Es gelten gesetzliche Höchstarbeitszeiten - meist sind mehr als 8 Stunden am Tag verboten. ‚Arbeiten ohne Ende‘ gefährdet die Gesundheit und erschwert, Beruf und Privatleben unter einen Hut zu kriegen. Wir brauchen neue Regeln, damit die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel und selbstbestimmt gestalten können."

Grafik Arbeitszeiten Überstunden

Anteil überlanger Arbeitszeiten an allen Vollzeitbeschäftigten (in Prozent) DGB


LINKS

BILD.de: Die Wahrheit über unsere Arbeitszeiten - Jeder 3. Deutsche arbeitet zu viel!

Webseite zum DGB-Index Gute Arbeit

DOWNLOAD


Nach oben

Weitere Themen

Mi­nus 40 Mil­li­ar­den: Warum Ta­rifflucht uns al­le teu­er zu ste­hen kommt
Miniaturen von Menschen zwischen Geldscheinen und Münzen
DGB/calvste/123RF.com
Weniger Steuereinnahmen, weniger Zahlungen in die Sozialkassen, weniger Kaufkraft: Durch Tarifflucht und Lohndumping entgehen Deutschland jedes Jahr Einnahmen in Milliardenhöhe. "Das Geld fehlt für den sozialen Ausgleich und für dringend notwendige Investitionen in die Infrastruktur und in Bildung", kritisiert DGB-Vorstand Stefan Körzell.
weiterlesen …

Der DGB-Zu­kunfts­dia­log
Text: "Reden wir über..." Der Zukunftsdialog; davor stilisierte Satzzeichen (Fragezeichen, Ausrufezeichen, ...)
DGB
Mit dem DGB-Zukunftsdialog haben der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften einen breiten gesellschaftlichen Dialog gestartet. Wir fragen, was die Menschen in Deutschland bewegt, sammeln ihre Antworten und entwickeln daraus Impulse für eine gerechtere Politik in Deutschland.
weiterlesen …

ein­blick - DGB-In­fo­ser­vice kos­ten­los abon­nie­ren
Mehr online, neues Layout und schnellere Infos – mit einem überarbeiteten Konzept bietet der DGB-Infoservice einblick seinen Leserinnen und Lesern umfassende News aus DGB und Gewerkschaften. Hier können Sie den wöchentlichen E-Mail-Newsletter einblick abonnieren.
zur Webseite …

Newslet­ter
Anzeige eines Newsletteranzeige in Outlook
DGB
Bestellen Sie die Newsletter des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten