Deutscher Gewerkschaftsbund

26.07.2019
Ausbildung

Ausbildung: Mehr Geld mit Tarifvertrag

DGB fordert stärkere Tarifbindung und Mindestausbildungsvergütung

Wer seine Ausbildung in einem Betrieb macht, in dem es einen Tarifvertrag gibt, hat gute Karten - denn er bekommt eine höhere Vergütung als andere. Das zeigt eine neue Übersicht des WSI-Tarifarchivs. Für DGB-Vize Elke Hannack ist das "ein Argument mehr dafür, dass der Gesetzgeber endlich die Tarifbindung stärkt" und eine Mindestausbildungsvergütung einführt.

Junger Mann hält einen 100-Euro-Schein in die Kamera

DGB/Daniel Kaesler/123rf.com

Zur neuen Übersicht des WSI-Tarifarchivs zu tariflichen Ausbildungsvergütungen sagt Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende:

“Azubis bekommen eine höhere Ausbildungsvergütung in Unternehmen, in denen Tarifverträge gelten. Gut so – ein Argument mehr dafür, dass der Gesetzgeber endlich die Tarifbindung stärkt, der sich die Arbeitgeber immer öfter verweigern. Es sind doch vor allem die Branchen, in denen schlecht gezahlt wird und wo ein rüder Umgangston herrscht, in denen die jungen Menschen mit den Füßen abstimmen und eben oft keine Ausbildung machen wollen. Diese Unternehmen klagen über Fachkräftemangel. Diesen Unternehmen sagen wir: Bessert Euch! Schließt Tarifverträge ab! Die Gewerkschaften sind dazu bereit!

Gerade für die vielen kleinen und mittleren Betriebe ohne Tarifvertrag brauchen wir überdies die Mindestausbildungsvergütung als unterste Haltelinie – sie gehört schnellstens auf den Weg gebracht."

 


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